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Schließt Wallensen schon 2014? Eltern melden Erstklässler bereits in Salzhemmendorf an

Schulen sterben schneller als geplant

Wallensen (sto). Eltern aus Wallensen haben sich entschieden, ihre in diesem Jahr einzuschulenden Kinder nicht mehr in der Grundschule Wallensen anzumelden, sondern in der Grundschule Salzhemmendorf. Damit reagieren sie auf das Schulentwicklungskonzept der Gemeinde Salzhemmendorf, das vorsieht, die Schulstandorte Lauenstein, Wallensen und Oldendorf nach und nach zu schließen. Wallensen war für 2015 vorgesehen. Da nun die Einschulungen für dieses Jahr entfallen und wegen der geringen Schülerzahlen davon ausgegangen wird, dass auch in den nächsten Jahren nicht eingeschult wird, soll die Humboldt-Grundschule Wallensen voraussichtlich bereits 2014 geschlossen werden.

veröffentlicht am 25.04.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:21 Uhr

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Beschult bis dahin würden nur noch die bestehenden Klassenverbände – vorausgesetzt, die Eltern lassen ihre Kinder bis zur Schließung an der Schule und wechseln nicht vorher zu einer anderen. Die Wahl fiele in den meisten Fällen wohl auf die Grundschule Salzhemmendorf. „Salzhemmendorf bekäme dann ein Platzproblem“, mutmaßt Christian Göke, dessen Sohn derzeit die zweite Klasse der Grundschule Wallensen besucht. Er jedenfalls hoffe, dass sein Sohn „noch die letzten zwei Jahre in Wallensen schaffe“ und ein Wechsel innerhalb der Grundschulzeit vermieden werden könne.

Um den Eltern aufzuzeigen, welche Konsequenzen ein übereilter Wechsel nach sich ziehen könnte, hatte die Gemeinde Salzhemmendorf als Schulträger am Montagabend zu einer Informationsveranstaltung in die Grundschule Wallensen eingeladen. Was wäre, entschieden sich die meisten Eltern aus Wallensen jetzt für einen Wechsel nach Salzhemmendorf? Zu einem Zeitpunkt, wo die im kommenden Jahr von der Schließung betroffene Grundschule Lauenstein bereits dorthin einschult? Gäbe es Raumnot? „Sicherlich würde es eng werden, aber zu schaffen wäre es, weil es zu schaffen sein müsste“, so Gemeindebürgermeister Martin Kempe auf Anfrage. Bestehende Klassenverbände müssten aufgelöst und größere Klassen gebildet werden, in denen Schüler aller Grundschulen „gemischt“ würden. Es sei zu vermuten, dass bestehende Freundschaften nicht immer berücksichtigt werden könnten.

Eine bessere Lösung sei sicherlich, die Wallenser Schüler bis 2014 an der Schule zu belassen, damit ein geordneter Wechsel mit entsprechender Vorlaufzeit vollzogen werden könnte. Doch das müssten die Eltern selbst entscheiden. Sorgen jedenfalls, der Unterricht würde unter der „Ausnahmesituation“ leiden, brauche niemand zu haben. Die Schulbehörde sei unterrichtet und habe volle Unterstützung zugesagt, damit der Unterricht bis zur Schließung wie gewohnt aufrechterhalten werden könne.

Einen geordneten Übergang hält auch Silke Stenger für sinnvoll. In welcher Form, steht noch nicht fest. „Wir sind gerade dabei, gemeinsam mit den Eltern eine pädagogisch bestmögliche Lösung zu finden“, so die Leiterin der Grundschule Wallensen auf Anfrage.

Die Ergebnisse werden in einer Sondersitzung des Gemeinderats Ende Mai bekanntgegeben.



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