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Arzt steht wegen Betruges vor Gericht / Anwälte brauchen mehr Zeit

Schuldig oder nicht schuldig?

Hildesheim (ube). Wird er weiter alle Schuld von sich weisen oder zumindest ein Teilgeständnis ablegen? Von der Antwort auf diese Frage hängt ab, wie der Mammutprozess gegen den wegen gewerbsmäßigen Betruges angeklagten heimischen Facharzt für Allgemeinmedizin (58) weitergeht. Möglichkeit eins: Der Mediziner räumt alle oder zumindest einige Straftaten ein. In diesem Fall würde das Verfahren abgekürzt. Der Mann muss dann allerdings mit einer Verurteilung rechnen und fürchten, dass er ein Berufsverbot bekommt. Seine wegen Beihilfe angeklagte Ehefrau würde aber wohl straffrei ausgehen. Denn: Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Mahnkopf hat erklärt, er sei dann bereit, das Verfahren gegen die 46-Jährige wegen Geringfügigkeit einzustellen.

veröffentlicht am 06.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 15:41 Uhr

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Möglichkeit zwei: Der Arzt streitet alle Vorwürfe ab. Dann ist die Kammer gezwungen, die Beweisaufnahme wie bisher fortzuführen, dann müssten nach Angaben des Vorsitzenden Richters Jürgen Baumann noch 280 bis 320 Zeugen geladen werden. Monatelang, ja vielleicht sogar das ganze Jahr 2010, könnte sich der Betrugsprozess hinziehen.

Mit Spannung war deshalb gestern die Erklärung der beiden Verteidiger erwartet worden. Rechtsanwalt Dr. Reimer Dieckmann meldete sich auch zu Wort, sagte jedoch, er benötige noch mehr Zeit, um eine Stellungnahme vorzubereiten. Voraussichtlich am 14. Januar werden die Anwälte dem Gericht mitteilen, wie sich ihr Mandant entschieden hat.

Die Staatsanwaltschaft in Hannover wirft dem Arzt vor, 5082 Täuschungshandlungen begangen zu haben. Schaden: 15295,70 Euro. Am 16. Dezember hatte das Gericht festgestellt: „Eine Verurteilung des Angeklagten ist wahrscheinlicher als ein Freispruch.“ Die Kammer deutete an, sie halte die fiktiven Patienten-Termine für belegt. Dass der Arzt für Manipulationen ein mobiles Lesegerät benutzt hat, scheint ebenfalls außer Frage zu stehen.



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