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Pferde- und Kutschenliebhaber legen Wert auf Qualität, wollen aber nicht tief in die Tasche greifen

Schnäppchenjagd auf dem Kutschenflohmarkt

Bisperode (sto). Mit schwerem Gepäck waren sie angereist aus weiten Teilen Niedersachsens, aus Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und sogar aus dem süddeutschen Raum, um Pferdefreunden und Kutschenliebhabern Gelegenheit zur Schnäppchenjagd zu bieten. Und die ließen nicht lange auf sich warten. Bereits eine Stunde vor Eröffnung des „12. Kutschenflohmarkts“ der „Interessengemeinschaft Kutschenfreunde Weserbergland“ am gestrigen Sonntag herrschte auf dem Rittergut dichtes Gewusel, und die meisten Stände der 55 Aussteller waren dicht umlagert.

veröffentlicht am 10.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 00:41 Uhr

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„Mit so einem Andrang hatten wir nicht gerechnet“, freute sich Herbert Faust und Lutz Spitthöver aus Drensteinfurt (Nordrhein-Westfalen). Die beiden Pferdefreunde waren das erste Mal mit einem Stand auf dem Kutschenflohmarkt vertreten. Unter anderem verkauften sie gut erhaltene und liebevoll gepflegte Geschirre, denen das Alter von 35 bis 40 Jahren nicht anzusehen war. „Die Kunden kennen sich aus. Sie wollen keinen Ramsch. Sie legen Wert auf Qualität“, betonte Herbert Faust, der von der jeweils am zweiten Sonntag im Oktober stattfindenden Veranstaltung aus einer Fachzeitschrift erfahren hatte.

Ja, das stimmt. Die Kunden legen Wert auf Qualität, aber dafür bezahlen möchten sie so wenig wie möglich. „Das Interesse ist groß, aber der Geldbeutel ist klein“, sagte Erhard Pramschüfer aus Hülsede. Auch diesmal hatte der Kutschenliebhaber wieder sein über 100 Jahre altes aus Esche und Eiche handgearbeitetes „Gaiwagerl“ vom Chiemsee dabei, um es an einen Kutschenliebhaber zu verkaufen. Aber nur an einen, der etwas davon versteht und die Qualität zu schätzen weiß. „Wenn ich auch diesmal keinen Käufer finde, komme ich nächstes Jahr wieder. Ich lasse mir Zeit beim Verkaufen“, sagte der Pferdefreund humorvoll.

Zum Verkauf angeboten wurden insgesamt zehn Kutschen, darunter ein vollständig renovierter „Jagdwagen“, dessen Baujahr von Kennern auf etwa 1920 datiert wurde. Bei den meisten Verkaufsartikeln handelte es sich jedoch um Reit- und Fahrzubehör - von Reitkappen bis hin zu Reitstiefeln. „Mein Bruder und ich haben uns eine Reitkappe gekauft“, freute sich Clara (9) aus Hameln über ihr Flohmarktschnäppchen.

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Herbert Faust und Lutz Spitthöver sind das erste Mal dabei und wollen ihre liebevoll gepflegte Geschirre verkaufen.

„Ein umfangreiches Warenangebot. Ein interessantes Schauprogramm, strahlende Gesichter und herrliches Wetter. Mehr geht nicht“, freute sich Stephan Kater, Vorsitzender der Interessengemeinschaft. Die Spenden und der Erlös aus den Kutschfahrten sollen diesmal dem therapeutischen Reiten des Kinderschutzbundes Rinteln zugute kommen.



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