weather-image
Bislang nur Funkstille / Politik kritisiert Wehren

Salzhemmendorfs Feuerwehrbedarfsplan lässt auf sich warten

SALZHEMMENDORF. Ursprünglich war von der Politik ins Auge gefasst worden, den Feuerwehrbedarfsplan bereits in diesem Jahr zu beschließen. Doch bislang haben die Wehren keine Reaktion gezeigt - zum Ärger der Politik.

veröffentlicht am 06.11.2017 um 16:46 Uhr

Die Wehren sollen ihren Ausrüstungsbedarf melden. Foto: Dana
Joachim Zieseniß

Autor

Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Dem Lauensteiner Kommunalpolitiker Hartmut Höhne platzte jetzt der Kragen: Es sei schon eine Missachtung der Politik und des Rates, dass sich die Wehren des Fleckens zehn Monate nach der Vorstellung des Feuerwehrbedarfsplanes immer noch nicht dazu geäußert hätten, meinte der FDP-Mann. Notwendige politische Entscheidungen über Investitionen der Gemeinde in den Feuerwehrbedarf seien damit quasi blockiert, schimpfte er als Mitglied des Feuerwehrausschusses bei den Beratungen über ein neues Tanklöschfahrzeug für Wallensen und den anstehenden Feuerwehrhaus-Neubau in Oldendorf.

Der Feuerwehrbedarfsplan war im Januar von dem damit beauftragten Planungsbüro Schmitz/Beivers aus Paderborn den Wehren vorgestellt worden und wurde bereits damals heiß diskutiert. Rund anderthalb Jahre hatte zuvor die Datenerhebung gedauert. Neben dem demografischen Wandel werden vor allem zurückliegende Einsätze und die Personalsituation in den einzelnen Ortswehren begutachtet. Um einen möglichst realistischen Wert zu bekommen, werden dabei die Einsätze der vergangenen fünf Jahre ausgewertet und nach dem jeweiligen Aufwand und der Schwere kategorisiert. Anhand dieser Auswertung lassen sich örtliche Schwerpunkte und danach Bedarfe der Wehren bestimmen.

Der Plan, der von der Kommunalaufsicht als Konsolidierungsmittel angefordert wurde, wie Bürgermeister Clemens Pommerening erklärt, wird in den nächsten Jahren große Auswirkungen auf die Infrastruktur und Ausstattung der Gemeindefeuerwehr haben. „Durch den Feuerwehrbedarfsplan soll gewährleistet werden, dass unter dem Spargesichtspunkt nur nachhaltige Investitionen im Feuerwehrbereich getätigt werden“ – und die Gemeindeverwaltung so die unterschiedlichen Investitionen abschätzen kann. „Und das ist auch richtig so“, meint Pommerening.

Ursprünglich war von der Politik ins Auge gefasst worden, den Feuerwehrbedarfsplan bereits in diesem Jahr zu beschließen. Doch – und hier setzt die derzeitige heftige Kritik von Seiten der Politik an: Bislang zeigten die Wehren keine Reaktion.

Salzhemmendorfs Gemeindebrandmeister Walter Wiegmann erklärt aber dazu, das er darin „kein Verschulden der Wehren“ sehe. Für den Bedarfsplan sei eine Menge an Daten gefordert. Und die „fundiert zusammenzustellen, dauert seine Zeit“. Man habe dem Verwaltungschef aber versprochen, „dass die Stellungnahmen noch vor Weihnachten bei der Verwaltung vorliegen“, so Wiegmann.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare