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Brücken könnten bei Fluss-Projekt zum Streitpunkt werden

Saale soll wieder fließen

Salzhemmendorf. Es geht um die Tier- und Pflanzenwelt in Salzhemmendorf, um Hochwasserschutzmaßnahmen und eine generelle Verbesserung des Ökosystems rund um die Saale. Aber es geht auch um harte Fakten, wie die zu erwartenden Kosten und die zukünftige Verantwortlichkeit bezüglich der Wartung und Instandhaltung etwaiger Umbauprojekte. Im Zuge einer Sitzung des Ausschusses für Bauwesen, Umweltschutz und Gemeindeentwicklung unter der Leitung des Vorsitzenden Karsten Appold (Grüne) ging es um eine gründliche Betrachtung des aktuellen Projektstandes.

veröffentlicht am 15.10.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:21 Uhr

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Autor:

von benjamin krämer
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Dieser lässt sich relativ einfach in drei Punkten darstellen: Es liegt eine Machbarkeitsstudie vor, die prinzipiell grünes Licht gibt. Weiter bestätigt der Ist-Zustand von Flora und Fauna den Bedarf einer Veränderung und es liegen Pläne zum Hochwasserschutz vor. Drei Ziele sollen mit diesen Planungen verfolgt werden: Die Saale zu einem Fließgewässer umgestalten, sie damit zu einem ökologisch funktionierenden Mittelgebirgsbach zu machen und den geplanten Hochwasserschutz zu gewährleisten. Dazu sind allerdings Veränderungen an den Auenräumen und Umbaumaßnahmen am Weinberger See nötig, was zwei Schlüsse zulässt. Es wird Veränderungen an der bestehenden Natur geben, für die Geld in die Hand genommen werden muss. Der Geschäftsführer des Leineverbandes, Hans-Jürgen Laduch, geht von einem mindestens sechsstelligen Betrag aus. Davon sollen etwa 90 Prozent auf Fördertöpfe des Landes Niedersachsen entfallen und etwa zehn Prozent auf Gemeinde, Forstwirtschaft und Kreis. Dabei handelt es sich zum jetzigen Stand der Planung noch um Schätzungen. Unklar ist auch noch, wer nach den Umbaumaßnahmen, wie etwa einer Vertiefung des Weinberger Sees und Veränderungen an Brücken und Ufern, für die zukünftigen Betriebskosten und die Instandhaltung zuständig ist und damit auch finanziell gefordert sein wird.

Gerade die Zukunft einiger Brücken könnte dabei noch zum Streitpunkt werden, weil die Anlieger auf diese angewiesen sind, ein Statiker jedoch erst prüfen muss, ob sie noch sicher sind oder sich ein möglicher Neubau überhaupt finanzieren ließe. Trotz all der offenen Fragen, die zum aktuellen Planungsstand allerdings normal seien, zeigt sich ein großes Engagement bei den beteiligten Fachleuten und verantwortlichen Politikern. Nach Abschluss der Planungen sei auch damit zu rechnen, dass es keine Unklarheiten mehr für die Anwohner geben wird und eine lückenlose Finanzierung sichergestellt ist. Mangelnden Ehrgeiz beim Thema Entwicklung der Saale könne man dem Ausschuss jedenfalls nicht vorwerfen und der Einbezug der Anwohner dürfte zwischen Wallensen und Duingen ebenfalls Grund zum Aufatmen geben.



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