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Naturschutzbehörde des Landkreises führt Modellvorhaben zur Gewässerentwicklung durch

Saale: Ökologischer Zustand weist Defizite auf

Salzhemmendorf/Benstorf (sto). Sie entspringt in der Nähe von Duingen und fließt unter anderem durch die Gemarkungen Wallensen, Ockensen, Salzhemmendorf, Oldendorf, Benstorf und Quanthof, bevor sie bei Elze in die Leine mündet. Etwa 25 Kilometer lang ist das idyllisch gelegene Nebenflüsschen der Leine – die Saale. Ihr Bett und ihr Ufer bieten Lebensraum für verschiedene, auch seltene Tierarten. Unter anderem für die Groppe, einem vom Aussterben bedrohten Süßwasserfisch, dem Eisvogel und der Prachtlibelle. Der ökologische Zustand der Saale weist jedoch Defizite auf, die sich auch auswirken auf die Durchgängigkeit des Gewässers.

veröffentlicht am 08.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 05:41 Uhr

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Die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Hameln-Pyrmont führt deshalb ein Modellvorhaben zur kontrollierten eigendynamischen Gewässerentwicklung durch, um einen guten Gewässerzustand zu schaffen und die Gewässerstruktur zu verbessern. Geplant sind diverse Gewässerausbaumaßnahmen, die das Vertiefen der Erdoberfläche und das Anlegen von Baum- und Strauchpflanzungen in festgesetzten Überschwemmungsgebieten der Saale vorsehen. Darüber hinaus soll die ökologische Durchgängigkeit für die im Wasser lebenden Tiere durch Strömungslenker verbessert werden. Außerdem werden Randstreifen am Ufer angebracht sowie durch Umfluter und andere Maßnahmen dem immer wieder auftretenden Hochwasser entgegengewirkt.

„Der Ausbau erfolgt primär aus ökologischer Zielsetzung mit Synergieeffekten für den Hochwasserschutz“, so Rainer Halbauer, Leiter der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises, auf Anfrage der Dewezet.

2007 hatten die Planungen, die obere Saale in ein naturnahes Gewässer umzubauen, ihren Anfang genommen. Das Projekt war wegen der in dem und an dem Fluss lebenden seltenen Tierarten auf europaweites Interesse gestoßen. Es wird deshalb auch mit EU- und Landesmitteln gefördert. Die Umgestaltung ist in drei Entwicklungsstrecken eingeteilt – in den Bereich Wallensen/Ockensen, Hemmendorf/Oldendorf sowie Benstorf und Quanthof. Beginnen wird der Landkreis mit letztgenannter Strecke. „Wegen der Grundstücksverfügbarkeit“, so Halbauer. Die betroffenen Grundstücke befinden sich im Eigentum des Landkreises. Mit dem Ausbau der Saale soll voraussichtlich im Sommer 2012 begonnen werden.

Noch liege die wasserrechtliche Genehmigung nicht vor. „Wir haben uns deshalb entschlossen, in diesem Jahr das Genehmigungs-, Ausschreibungs- und Vergabeverfahren abzuwickeln“, so Halbauer. Ein Baubeginn im Sommer sei optimal, denn dann könne der Boden, der beim Bau des neuen „Saalekorridors“ anfalle, in Abstimmung mit den jeweiligen Landwirten auf die abgeernteten Felder verbracht werden.



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