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Kosten für Realisierung werden mit rund 50 000 Euro beziffert

Ruhewald für Coppenbrügge: Erste Planungen vorgestellt

COPPENBRÜGGE. Die Bezeichnung „Waldesruh Hainholz“ sei zunächst lediglich ein Arbeitstitel. Darauf wies der Leiter des Coppenbrügger Bauamts, Jürgen Krückeberg, hin, als er am Mittwochabend erste Planungen für ein Vorhaben „Bestattungswald“ vorstellte. Dass es im Finanzausschuss geschah, hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass, sollte das Vorhaben „in einem Rutsch“ verwirklicht werden, etwa 50 000 Euro dafür aufgewendet werden müssten.

veröffentlicht am 06.12.2018 um 18:27 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 22:00 Uhr

Bestattungen in einem Ruhewald sind im Trend – auch in Coppenbrügge wird derzeit über die Herrichtung eines Areals für diese Form des Begräbnisses diskutiert. Foto: Archiv Dewezet
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Burkhard Reimer Reporter
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Allerdings gliedert sich das in Frage kommende und rund sieben Hektar große Waldgebiet in insgesamt drei Abschnitte auf, von denen auch der erste, etwa 1,3 Hektar große den gewünschten Zweck, nämlich Begräbnisse unter Bäumen in der Ruhe und dem Frieden eines bestehenden Waldes zu ermöglichen, bereits erfüllen würde. Dafür müssten dann zunächst einmal etwa 22 500 Euro aufgebracht werden.

Wie Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka eingangs ausführte, könnte für den Friedwald ein Gelände im gemeindeeigenen Waldgebiet „Hainholz“ genutzt werden. Die rund 1,3 Hektar für den ersten Bauabschnitt grenzen an den Bergmannsweg an. Dort sollte nach derzeitiger Planung dann auch eine Fläche für die Bestattung sogenannter „Sternenkinder“, also von Kindern, die im Alter unter drei Jahren gestorben sind, hergerichtet werden.

Das vorhandene Wegenetz, erläuterte Krückeberg die bisherige Planung, könnte genutzt, müsste dafür aber noch entsprechend aufbereitet werden. Zudem müssten auch weitere Wege sowie, je nach Fortschreiten der Bauabschnitte, eine Brücke angelegt werden. Nahe der vorhandenen Wanderhütte könnte ein Treffpunkt entstehen und als Wartebereich mit der Hütte als Unterschlupf bei schlechtem Wetter dienen. Die eigentliche Andachtsfläche soll einen Altar aus Naturstein sowie ein Holzkreuz erhalten. Auch die notwendigen Sitzgelegenheiten sollen aus Holz und, so Krückeberg, „schlicht, aber doch stilvoll“ errichtet werden.

Insgesamt 275 Bäume stünden in diesem Bereich zur Verfügung, unter denen pro Baum etwa zehn Bestattungen stattfinden könnten. Eine einzelne Begräbnisstätte würde rund 1200 Euro kosten, für einen sogenannten „Familienbaum“ wären rund 10 000 Euro zu entrichten. Den Bedarf an einem solchen Bestattungswald sieht Hans-Ulrich Peschka durchaus gegeben. Nicht zuletzt verwies er auf einen Coppenbrügger Wald in Privatbesitz, in dem Ähnliches geplant sei. „Die sitzen uns gewissermaßen im Nacken“, betonte der Bürgermeister.

Gleichwohl – und nicht zuletzt weil es derzeit noch an einer Wirtschaftlichkeitsberechnung – fehlt, soll das Vorhaben nach einhelliger Auffassung der Ausschussmitglieder zunächst in den Fraktionen beraten werden.



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