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Rotmilan von Windrad "geschreddert"?

Brünnighausen (ist). Die Mitglieder der Interessengemeinschaft „Rettet den Ruhbrink“warnen seit Jahren vor den Gefahren von Windkraftanlagen.

veröffentlicht am 17.04.2012 um 15:51 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:41 Uhr

Toter Rotmilan
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Jetzt sehen sie sich bestätigt: Dass gleichwohl bislang am Brünnighäuser Windrad keine konkreten Beweise „verunfallter“ Vögel vorgelegt werden konnten, erwies sich jetzt als bisher glücklicher Umstand. Am Karfreitag, wie die Dewezet jetzt erfuhr, wurde der erste Totfund eines Rotmilans unter dem Ruhbrinkrad von einem Jäger entdeckt. Der zuständige Jagdpächter Hans-Jürgen Feuerhake aus Brünnighausen nahm umgehend das in zwei Hälften zerschmetterte Tier in Augenschein – „ohne Zweifel vom Rotorblatt geschreddert – jetzt ist es also auch bei uns soweit“, sei sein erster Gedanke gewesen. „Die roten Milane sind wieder da“, schon seit Tagen beobachte er, wie sie mit immer weniger Scheu um die Rotoren kreisen. Feuerhake informierte den Sprecher der IG und Förster Heiko Brede. „Die beiden Rotmilanhälften lagen cirka 38 und 90 Meter vom Fundament entfernt“, berichten Brede sowie weitere Zeugen und stellen fest: „Gefunden wurde der Vogel nur, weil im Moment kaum Vegetation auf den Äckern ist. Es ist mit nicht geringer Sicherheit zu befürchten, dass dies nicht der erste und auch nicht der letzte verunglückte Rotmilan war, ist und bleiben wird.“ Sollte es sich bei dem Rotmilan um einen der Altvögel aus der Region handeln, werde das natürlich den Ausfall einer Brut zur Folge haben. Der tote Rotmilan wurde gestern der Unteren Naturschutzbehörde Hameln-Pyrmont und von dort zur Obduktion nach Hannover übergeben. Dass der Vogel nicht durch Gift oder Schrotflinte zu Tode gekommen sei, sei zwar offensichtlich, aber Absicherung, so der IG-Sprecher, sei für alle Seiten, auch für den Landkreis angesichts der Brisanz um die Windenergieanlagen wichtig. Im Mai stehe eine wiederum eine gerichtliche Auseinandersetzung um weitere genehmigte WEAs auf dem Ruhbrink an.

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