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Freilichtbühne Osterwald im Probenstress für die Premiere am 7. Juni

Ronja, Rumpelwichte, Räuber

Osterwald. Da muss noch eine Hose gekürzt werden, an einer Jacke fehlt ein Knopf und an der Räuberhöhle die Stabilität. Viel ist noch zu tun bis zur Premiere am Samstag, 7. Juni, 15.30 Uhr. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Fast jede Minute ihrer Freizeit verbringen die ehrenamtlich arbeitenden Bühnenmitglieder derzeit auf der Freilichtbühne am Waldrand. Ihr Gewusel vor und hinter den Kulissen erinnert an einen Ameisenhaufen, in dem es vor Geschäftigkeit nur so wimmelt. Für Außenstehende wirkt das emsige Treiben eher wie ein Tohuwabohu. Allerdings nur auf den ersten Blick. Bei näherem Hinsehen wird deutlich, dass sich durch den Trubel ein roter Faden der Ordnung und Disziplin zieht. Jedes Ensemblemitglied hat seine festumrissene Aufgabe. Manche bauen die Bühnenbilder, andere schneidern Kostüme, eine Gruppe kümmert sich um die Technik, die Schminkspezialisten sorgen für den passenden „Anstrich“ und bringen die Perücken auf Hochglanz. Manche scheinen alles gleichzeitig zu machen, denn sie sind überall involviert. Gerade haben sie noch den Kioskbereich geputzt, und schon stehen sie auf der Bühne, um gemeinsam mit den anderen Darstellern für die insgesamt 23 Vorstellungen von „Ronja Räubertochter“ zu proben. Rund 70 Laienspieler sind eingebunden. Unbedingt erwähnenswert ist das Alter der Mitwirkenden. „Kinder im Alter von sechs Jahren spielen gleichberechtigt mit über 70-Jährigen“, betont Claudia Höflich, die gemeinsam mit Marc Telgheder, Solveig Everding, Ramona Prüße und Suvi Bansemer als Spielleiterin fungiert. Dieses Miteinander von Alt und Jung ist das Markenzeichen der Osterwaldbühne. Sie besteht seit 1950 und bietet seit 1983 in jeder Saison auch ein Stück für Kinder.

veröffentlicht am 24.05.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:21 Uhr

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Ronja Räubertochter wurde bereits 1999 und 2002 gespielt. 1990 war die Aufführung in Osterwald für den Bereich der deutschen Amateur- und Freilichtbühnen übrigens die Uraufführung. „Stücke von Astrid Lindgren kommen immer gut an“, weiß Claudia Höflich aus Erfahrung. Im vergangenen Jahr hatte „Pippi Langstrumpf“ das Sagen auf der Freilicht- und Waldbühne.

Die Proben für Ronja Räubertochter laufen seit Januar. Während der kalten Jahreszeit wurde im Studiotheater geprobt, dann ging es ab nach draußen. Mittlerweile herrscht dort Hochbetrieb, und jeder Tag wird für die Vorbereitungen genutzt. „Auch wenn es derzeit ziemlich stressig ist, der Spaß ist immer dabei“, sagt Claudia Höflich. Die acht Hauptrollen sind übrigens doppelt besetzt. Die Spieler werden sich von Aufführung zu Aufführung abwechseln.

Ronja Räubertochter entführt Kleine und Große in eine Welt voller Abenteuer und sagenhafter Wesen, die es nur dort gibt. Denn wo sonst sind „Rumpelwichte“ oder „Graugnome“ zu finden? Es ist die Geschichte einer Freundschaft zweier Kinder gegen alle Widerstände der Erwachsenen. Zum Inhalt des Stückes: Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis, erblickt das Licht der Welt in einer rauen Gewitternacht. Das Mädchen wächst bei der Räuberbande in der Mattisburg auf. Eines Tages lernt sie Birk kennen. Borka, sein Vater, ist der Erzfeind ihres Vaters. Beide Kinder müssen im Mattiswald so manche Abenteuer bestehen. Bald werden sie dicke Freunde. Ob ihre Freundschaft aber auch die Feindschaft der Eltern überwinden kann? Karten können telefonisch vorbestellt werden unter 05153/96069. Nähere Informationen im Internet unter: www.osterwaldbuehne.de

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  • Sagenhafte Wesen flattern durch den Mattiswald.


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