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Gefahrguttransporter auf der Bundesstraße 1 aus dem Verkehr gezogen

Rollende Zeitbombe

Coppenbrügge. Polizisten haben während einer Gefahrgutkontrolle auf der Alten Heerstraße (B 1) in Coppenbrügge eine rollende Zeitbombe aus dem Verkehr gezogen: Der Sattelzug transportierte einen giftigen Stoff. Die 24 700 Kilogramm schwere Ladung, die von Nordrhein-Westfalen nach Sachsen-Anhalt gebracht werden sollte, sei zwar ordnungsgemäß gesichert gewesen, sagte gestern Oberkommissar Jens Petersen. „Allerdings wurden an der Bremsanlage der Zugmaschine ganz erhebliche Mängel festgestellt.“ Ein Fachbetrieb rückte an, um die Bremse vor Ort zu reparieren. Bei der Reparatur fiel auf, dass die Bremsscheiben der beiden Vorderräder mehrfach durchgerissen waren. Fahrer und Halter des Gefahrgutzuges müssen mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.

veröffentlicht am 01.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.05.2017 um 13:08 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Wenig später wurde an der gleichen Kontrollstelle ein polnischer Autotransporter, der mit fünf Fahrzeugen für Osteuropa beladen war, gestoppt und unter die Lupe genommen. Bei der Kontrolle der Papiere und der Fracht nahmen die Beamten im Bereich eines Pkw einen intensiven Gasgeruch wahr. Schnell war klar, dass das Fahrzeug einen Erdgastank hat. Zunächst konnte aber kein Leck entdeckt werden.

Auch diesem Berufskraftfahrer sei die Weiterfahrt untersagt worden, berichtet Petersen. Nach diversen Recherchen nahmen die Beamten per Handy Kontakt zu einem Hamelner Kraftfahrzeugmeister auf. Der Mann gilt als Experte für gasbetriebene Fahrzeuge. Er erklärte den Polizisten am Telefon, wie sie das Sicherheitsventil schließen können.

Als die Gefahr gebannt war, durfte der polnische Trucker seine Fahrt fortsetzen. Er sei überglücklich gewesen, berichtet der Oberkommissar. Wohl auch deshalb, weil er keine Geldbuße bezahlen musste. Bei weiteren Kontrollen des Schwerlastverkehrs wurde ein 46-jähriger Mann aus Bad Münder angehalten, der – anders als es das Fahrpersonalgesetz vorschreibt – kein erforderliches Tageskontrollblatt mitführte. Die Polizisten werden darüber das Gewerbeaufsichtsamt informieren.

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  • Mitarbeiter eines Fachbetriebes reparieren die defekte Bremsanlage des Gefahrguttransporters an Ort und Stelle.

Auf der Bundesstraße 217 bei Hasperde wurden die Kontrollbeamten aus Bad Münder wenig später auf einen weiteren Lastzug aufmerksam. Der Transporter war 16 Stundenkilometer schneller als erlaubt. Der Fahrer (26) konnte zu allem Überfluss keinen gültigen Lkw-Führerschein vorzeigen. Der Hamelner gab an, er habe vergessen, die Verlängerung zu beantragen.

Der junge Mann bekommt nun nicht nur eine Anzeige wegen der Geschwindigkeitsüberschreitung. Gegen ihn wurde auch ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

Deutlich sind die Risse auf der ausgebauten Bremsscheibe zu erkennen. Die Polizei hatte dem Fahrer des Sattelzuges die Weiterfahrt untersagt. ube

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