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Rückblick auf die Schulzeit in der Volksschule Diedersen

Rohrstock ist noch in Erinnerung

DIEDERSEN. „Manchmal haben wir mit dem Rohrstock gekriegt“, erinnert sich Walter Remmer an seine Schulzeit in der Volksschule Diedersen, in die er 1926 eingeschult und aus der er 1934 entlassen worden war. An besonders „mutigen“ Tagen haben sich die Jungen einen Streich mit ihrem Lehrer erlaubt und den Rohrstock angesägt. Als der Stock dann auf einem Hosenboden zum Tanzen gebracht wurde, sei er entzweigebrochen, und der „Delinquent“ durfte zu seinem Platz zurückgehen und dort dem zweiten Teil seiner „Vollstreckung“ harren. Aber erst musste ein neuer Stock her. Karl Eichner, Lehrer an der Schule von 1920 bis 1953, schickte einige Jungen in den Schulgarten, um einen Haselnusszweig abzusägen. „Manchmal hatten wir Glück, und die Schulstunde war zu Ende, noch bevor der neue Stock dem Lehrer übergeben wurde“, so Remmer. In den meisten Fällen jedoch gab es kein Erbarmen. Das höre sich aber schlimmer an, als es gewesen sei, denn Lehrer Eichner sei ganz umgänglich gewesen.

veröffentlicht am 29.05.2016 um 18:49 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:58 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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An seine Schulzeit in Diedersen habe er angenehme Erinnerungen, erzählte der mittlerweile 96-jährige Remmer während des zweiten Treffens ehemaliger Schüler. Bei Kaffee und Kuchen, serviert vom DRK-Ortsverein Diedersen im „Saal Kater“ und musikalisch begleitet vom MGV Diedersen, drehte der älteste Ex-Schüler die Zeit um Jahrzehnte zurück, sah sich als Schuljunge über sein Schreibheft gebeugt oder beim Ballspielen vor der Schule. Damals habe es nur einen Klassenraum gegeben, in dem die Erst- bis Achtklässler gemeinsam unterrichtet wurden – auf der einen Seite die Knaben, auf der anderen die Mädchen.

„Die Schulzeit war eine gute Zeit. Ich bin gern zur Schule gegangen“, betonte Remmer. Ja, die Zeit in der Volksschule Diedersen sei eine schöne Zeit gewesen, urteilten auch andere Ehemalige. Beispielsweise Lisa Wodsack, die unter ihrem Mädchennamen „Schucht“ die Schule besucht hatte, aus der sie 1942 entlassen worden war. „Schön waren auch die Handarbeitsstunden und die Theateraufführungen“, erinnerte sich die Seniorin.

Zu dem Treffen eingeladen hatten Gerd Habenicht und Klaus Münchhausen. Der Grundstein war vor mehr als zehn Jahren von Karl-Heinz Siekmann und Klaus Goldberg gelegt worden. Diesmal waren 76 Ehemalige gekommen.

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