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Der Rächer der Armen beweist Treffsicherheit mit Pfeil und Bogen

Robin Hood erobert die Freilichtbühne Osterwald

OSTERWALD. Ein legendärer Held hat Osterwald und den Sherwood Forest in England miteinander auf packende und lebhafte Weise verbunden. Es ist kein geringerer als „Robin Hood“, der edle Räuber und Rächer der Armen aus dem späten Mittelalter. Dass seine Geschichte auch im Zeitalter des Computers die Kinder und Jugendlichen fasziniert, hat die Premiere des Theaterstücks „Robin Hood“ auf der Freilicht- und Waldbühne Osterwald am Wochenende gezeigt. Die gut 400 kleinen und großen Besucher waren rundum begeistert, wie der Szenenapplaus und schließlich der lang anhaltende Schlussapplaus zeigten.

veröffentlicht am 29.05.2016 um 21:08 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:58 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Kein Wunder, wies die Premiere doch alle Eigenschaften auf, die von einer Aufführung auf der Bühne in freier Natur erwartet werden: große Spielfreude der Laiendarsteller , bezaubernde Kostüme aus der Bühnen eigenen Schneiderei, herrliche Kulissen, ebenfalls Marke Eigenbau, Musik, Spannung und viel Humor. Nicht zu vergessen das wunderbare Wetter. Darüber hinaus kamen die Besucher auch in der Pause auf ihre Kosten. Ein neuer Kiosk bot allerlei Erfrischungen, und an dem ebenfalls neuen Bratwurststand wurden sie mit frisch Gegrilltem verwöhnt. Premiere hatte auch ein Marketender-Wagen, der gefüllt war mit leckeren Süßigkeiten. Fazit: ein gelungenes Bühnenerlebnis vor und hinter den Kulissen.

Robin Hood wurde bei der Premiere gespielt von Lukas Keilhoff. Textsicher und ebenso treffsicher mit Pfeil und Bogen spielte er sich in die Herzen der Zuschauer. „Mir gefällt alles, aber Robin Hood am besten“, schwärmte beispielsweise die neunjährige Finja aus Wallensen. Auch für Ilse Bruns, eifrige Schreiberin auf der Facebook-Seite der Bühne, hatten sich alle Erwartungen erfüllt. „Es war wieder einmal fantastisch“, schwärmte die Oldendorferin.

Zum Inhalt des Stücks unter der Regie von Ramona und Martin Prüße: Der Sohn des Waldhüters ist mit Pfeil und Bogen im Sherwood Forrest unterwegs – zunächst aus purer Abenteuerlust, dann um der Gerechtigkeit willen. Robin und seine Freunde beschließen, als die „Vogelfreien“ die Reichen zu berauben und den Armen zu geben. Der Sheriff von Nottingham (bei der Premiere gespielt von Olaf Lahmann) sagt ihnen den Kampf an. Die kleinen und großen Zuschauer werden in mystische Wälder entführt, wo Bogenschießwettbewerbe und Stockkämpfe ausgetragen werden, und es Kindern gelingt, mit Freundschaft, Mut, List und Humor für Gerechtigkeit zu sorgen.

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  • Robin und seine Freunde beschließen, als die „Vogelfreien“ die Reichen zu berauben und den Armen zu geben. Foto: sto

Witzig: Der an die Bühne angrenzende Wald wurde vom Bühnenteam zum „Oster Forrest“ ernannt – eine weitere Verbindung zwischen Osterwald und dem Sherwood Forrest. Noch witziger: das Schloss von Nottingham trägt das Wappen des Bergorts Osterwald – drei grüne Waldfichten auf gelbem Grund sowie Schlägel und Eisen auf schwarzem Grund. Ob es Robin Hood einst tatsächlich gab, wurde bislang nicht belegt. Spielt aber keine Rolle, in Osterwald könnte er lebendiger nicht sein.

Karten für die 18 weiteren Aufführungen, in denen sich die Hauptdarsteller immer abwechseln, können vorbestellt werden unter der 05153/96069.

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