weather-image
21°

Schafsgehege und mehrere Gärten in Salzhemmendorf betroffen

Rattenplage: Anwohner besorgt

Salzhemmendorf (gök). Wenn Anja Renziehausen in ihrem Garten sitzt, fühlt sie sich regelmäßig beobachtet, dabei hat sie mit den Nachbarn keine Probleme. Vielmehr huschen immer wieder kleine Schatten über das Gelände hinter ihrem Garten. „Am Anfang habe ich mir Gedanken gemacht, was da für ein Tier sitzt. Für eine Katze war’s zu klein und für eine Maus zu groß.“ Doch es wurden immer mehr Schatten, inzwischen verschwänden sie nicht immer, wenn man näherkomme, sagt Renziehausen. Eine große Rattenkolonie hat sich hinter ihrem Garten gebildet.

veröffentlicht am 24.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:21 Uhr

270_008_5842365_lkcs101_2209_1_.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Auf einem kleinen Grundstück stehen die Schafe des Benstorfers Florian Philipp. Renziehausen vermutet, dass die Ratten durch das Gelände angezogen werden. Dieser hat den Rattenbefall ebenfalls bemerkt. „Wir haben schon Gift ausgelegt, viel mehr können wir nicht tun“, sagt er. Die Nachbarn dagegen haben mittlerweile richtig Angst vor den Schädlingen. Elke Hölscher zum Beispiel lässt ihre Enkel nicht mehr unbeaufsichtigt im Garten spielen. „Da laufen so oft Ratten lang, da muss man richtig aufpassen.“

In einem gemeinsamen Brief haben vier Anwohner das Ordnungsamt auf die Plage hingewiesen. Nach der niedersächsischen Verordnung über die Rattenbekämpfung ist der Eigentümer eines Grundstückes auch dazu verpflichtet, die Gemeinde über den Rattenbefall zu benachrichtigen, wenn er dagegen nicht ankommt. Die Ratten sind gemäß der Verordnung dabei so zu bekämpfen, dass Menschen, andere Haustiere und Wild nicht gefährdet werden. Die Gemeinde muss bis zum Erfolg die sogenannten „Entrattungsmaßnahmen“ betreiben und auch Vorsorge für einen erneuten Rattenbefall treffen.

Andreas Hillmer vom Ordnungsamt bestätigt, dass eine Kontaktaufnahme mit dem Pächter des Grundstücks bereits erfolgt sei. Wenn aber die Rattenbekämpfung vor Ort nicht erfolgreich sei, werde das Ordnungsamt unter Umständen einen professionellen Schädlingsbekämpfer beauftragen. „Wir wollen ja schließlich nicht, dass sich das Problem auf die Umgebung ausweitet.“

Während es schon mit Gift schwierig sein kann, einer Rattenplage Herr zu werden, gibt es derzeit zudem Pläne, den Kauf von Bekämpfungsmitteln gegen Ratten und Mäuse ab 2013 für Privatleute zu erschweren. Wie berichtet, kritisiert auch das Emmerthaler Unternehmen Neudorff, das diese Mittel im Programm hat, die Pläne.

Im Schafstall tummeln sich nicht nur die Schafe, sondern auch Ratten, die eventuell von dort aus in die Gärten gelangen.

Foto: gök



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?