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Betreiber Steffen Ratzke stellt seine Erweiterungspläne vor

Rasti-Land plant Hotel- und Ferienpark

BENSTORF. Das Rasti-Land mit saisonbedingt rund 270 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber im Flecken Salzhemmendorf, will expandieren und im Laufe der kommenden Jahre mit dem Bau eines Hotelbetriebs und von Ferienhäuser auch ins Beherbergungsgewerbe einsteigen.

veröffentlicht am 15.11.2018 um 17:23 Uhr

Auf diesem Acker südlich der Quanthofer Straße will das Rasti-Land erweitern. Foto: wal
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Auf einem derzeit landwirtschaftlich genutzten rund 80 000 Quadratmeter großen Areal hinter der Bahnstrecke und auf der Südseite der Quanthofer Straße soll in den kommenden zehn Jahren ein Erweiterungsgelände entstehen, „um das Rasti-Land zukunftssicher betreiben zu können“, wie Park-Chef Steffen Ratzke erklärt.

Wie Ratzke weiter ausführt, sehen die ersten Grobplanungen vor, schon im kommenden Jahr 400 weitere Parkplätze auf dem Areal einzurichten. „Gerade in Spitzenzeiten haben wir mittlerweile dringend einen zusätzlichen Bedarf an Parkflächen“, erklärt der Park-Leiter.

Mittel- und langfristig will das Rasti-Land auf dem Gelände neben dem Vergnügungspark auch ins Erlebnis-Übernachtungsgewerbe einsteigen. Das sei bei den größeren deutschen Freizeitparks derzeit schon so üblich, so Ratzke. Gehe der Trend doch dahin, dass Besucher von Freizeitparks auch von weiter her anreisen, dann den Park an ein bis zwei Tagen besuchen und anschließend in einem Kurzurlaub die Region erkunden. Hierfür sollen auf dem Gelände ein Hotelbetrieb, themenbezogene Ferienhäuser und ein Wohnmobil-Stellplatz entstehen.

Da sich das Übernachtungsangebot – das auch vom Rasti-Land besonders überregional beworben werden soll – auch an Familien mit Kindern wendet, werden für die jüngsten Besucher Spielmöglichkeiten auf dem Hotel-Areal entstehen. So ist für die Hotel-und Feriengäste an eine Indoor-Spielhalle mit Wasserspielplätzen, an einen Hochseilpark, ein Adventure-Minigolfplatz und an einen Badeteich gedacht. Ein Kiosk und SB-Restaurant sowie Grillplätze werden ein zusätzliches Angebot für Übernachtungsgäste auch nach abendlicher Schließung des Rasti-Landes bieten. „Das Gesamtprojekt soll abschnittweise in zehn Jahren umgesetzt werden“, erklärt Ratzke: „Wir wollen damit neue Kundenkreise von weiter her erschließen.“

Der Freizeitpark-Chef kündigt bereits an, dass sein Unternehmen durch die Erweiterung auch weitere Arbeitsplätze schaffen wird. Außerdem erhoffe man sich durch die Bindung von Übernachtungsgästen auch eine Belebung des Ostkreis- und des Weserbergland-Tourismus.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Bauausschuss dem Verwaltungsausschuss des Fleckens Salzhemmendorf die einmütige Empfehlung gegeben, den Flächennutzungsplan für das Ackerland zu ändern, und einen Babauungsplan aufzustellen. Das Areal ist bereits aus dem Landschaftsschutz herausgelöst. Die dafür erforderlichen Kosten in Höhe von 75 000 Euro werden in den kommenden Haushalt 2019 eingestellt.

Der Freizeitpark in Benstorf besteht seit dem 22. Juli 1973. Der Gründer Ludwig Ratzke und seine Frau Ilse Ratzke eröffneten das Rasti-Land in einer ehemaligen Kiesgrube mit einer Minigolf-Anlage, Oldtimern, einer Western-Eisenbahn, Gokarts, dem Bootskanal, einer Spielburg mit Riesenrutsche, Westernfort und Miniscootern. Fast jährlich kamen neue Attraktionen hinzu. Heute befinden sich mehr als 45 Attraktionen im Freizeitpark, der heute vom Sohn der Gründer geführt wird.

2005 wurde neben dem Freizeitpark die Indoor-Erlebniswelt Kids-Dinoworld erbaut. Der ganzjährig geöffnete Indoor-Freizeitpark ermöglicht Besuchern eine wetterunabhängige Ausflugsmöglichkeit. Seit dem Frühjahr 2017 ist für diesen Bereich eine weitere Halle in Betrieb.

Zusammen mit der Kids-Dinoworld besuchen nach Angaben des Betreibers rund 400 000 Gäste jährlich die Anlagen, die derzeit bereits rund 160 000 Quadratmeter umfassen.



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