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150 Zuhörer in Lauenstein begeistern sich für Musical des Young Voices & Gospel mit Kinderchor

Rasant nimmt der Gospel-Express Fahrt auf

Eine bunte und lebendige Kulisse entführte die über 150 Zuhörer in das Amerika zur Zeit der Sklaverei.

veröffentlicht am 07.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 04:21 Uhr

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Lauenstein (top). „Achtung, Achtung! Um 12.10 Uhr fährt der Gospel-Express auf Gleis 9 ein”, tönt es weit hörbar vom fiktiven Bahnsteig beim mit 50 Darstellern gespielten und gesungenen Musical Gospel-Express der Young Voices & Gospel mit dem Kinderchor in die St.-Nicolai-Kirche zu Lauenstein hinein. Der Zug ist gut gefüllt, alle Plätze der Kirche sind belegt. Doch bevor es für Nina (Julia Schütte) und Jonas (Saskia Hoffmann) auf eine spannende Reise nach Amerika zur Zeit der Sklaverei geht, steht den zwei Schülern der Klasse 7 b eine langweilige Stunde Religionsunterricht bevor. Von ihrer strengen Lehrerin mit Informationen zur Sklaverei berieselt, sehen sich die beiden im Gospel-Express sitzend. Schnaufend und stöhnend setzt sich die alte Dampflok in Fahrt, um die Kinder in die Vergangenheit zu führen. Mit einer mysteriösen Botschaft auf ihren Weg geschickt, gelangen die beiden Freunde nach Williamsburg, wo sie auf dem belebten Marktplatz von den Bürgern und den Geschwistern Sarah (Amelie Schünemann) und Luke (Lennart Schlüter) musikalisch in Empfang genommen werden. Doch nicht nur Nina und Jonas fühlten sich schnell in die Vergangenheit versetzt, auch die Zuhörer. Dank historischer Kostüme und einer lebhaften Bühnengestaltung glich die Kirche einem Theatersaal, was dem Musical Temperament verlieh und es lebensnah erschienen ließ.

Schnell merkten die beiden Abenteurer, dass auf dem Markt in Williamsburg der Mensch als Ware gesehen wird. Dies schockte die zwei Freunde, dennoch versuchten sie zu verstehen, was es mit der Sklaverei auf sich hatte. Trotz ihrer schweren Arbeit verließ die Sklaven nie der Lebensmut, den sie mit dem Arbeiterlied zum Ausdruck brachten. Neben Sarah und Luke freundeten sich Nina und Jonas mit dem Sklavenmädchen Lulu (Lisa Hennecke) an. Als kleines Kind von Sklavenhändlern aus Afrika verschleppt, träumt das farbige Mädchen von einer besseren Zukunft. Mit ihrer Soloeinlage verzauberte Lisa die über 150 Zuhörer und brachte auch die Anwesenden über das Handeln der damaligen Zeit zum Nachdenken.

Ohne ihr Wissen schmiedete der ortsansässige Referent (Jana Ehling), der auch Mitglied einer geheimen Untergrundorganisation ist, einen geheimen Plan. Die Befreiung Lulus sollte ihr ein besseres Leben in Freiheit ermöglichen. Davon zeugte das nächste Lied, das der 25 Kinder starke Chor unter dem Motto „Durch dick und dünn“ den Zuhörern näher brachte. Mit schnellem Tempo ging die Fahrt im Gospel-Express für Nina und Jonas weiter Richtung Richmond, wo sie auf Lulu stießen, die vom Referent in einem Planwagen versteckt wurde. Durch verschlüsselte Botschaften gelang es, den Weg weiter Richtung Norden zu finden, um Lulu zur Befreierin vieler Sklaven Harriet Tubman zu bringen, die sich fortan um das Mädchen kümmerte. Langanhaltender Applaus gebührte allen Darstellern, als das Signal der Schulklingel ertönte und Nina und Jonas aus ihrem Traum über die Fahrt im Gospel-Express erwachten.

Nach einer weiteren Aufführung in Coppenbrügge heißt es für alle Interessierten am Sonntag, 16. August um 18 Uhr in der St.-Marien-Kirche zu Marienhagen „Alles einsteigen“. Für die Musicalorganisatoren Silke Schütte und Chorleiterin Erika Bornett steht fest: „Der Gospel-Express wird weiter rollen.“



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