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Hohe Auslastung der Anlage am Bahnhof Osterwald führt zu Verkehrsproblemen

„P+R-Platz von Anfang an zu klein geplant“

Osterwald (haf). Als vor etwa vier Jahren am Bahnhof Osterwald endlich ein richtiger P+R-Platz entstand, nachdem es dem Flecken Salzhemmendorf gelungen war, dafür Fördermittel an Land zu ziehen, war die Freude groß. Nicht zuletzt, weil der neue Betreiber, die Weserbahn, die Strecke Hildesheim–Löhne wieder attraktiv gemacht hat, hat die Zahl der Bahnbenutzer deutlich zugenommen. Die Anbindung nach Hannover über Elze funktioniert reibungslos, die Anbindung an den ICE-Bahnhof Hildesheim hat an Attraktivität gewonnen, und nach Hameln gelangt man komfortabel in zwanzig Minuten.

veröffentlicht am 07.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 15:41 Uhr

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Schon als der neue Parkplatz angelegt wurde, gab es Zweifel, ob die Zahl der Stellflächen künftigen Anforderungen genügen würde. Insbesondere der Osterwalder Ratsherr Hans-Joachim Höflich und der damalige Ortsbürgermeister von Oldendorf, Jörg Günther, hatten warnend die Hand gehoben und darauf hingewiesen, dass zudem niemand wisse, wie lange der Bahnhof Voldagsen noch Bestand habe. Wäre der erst einmal dicht, müsste Osterwald auch die Fahrgäste aus Salzhemmendorf, Hemmendorf und Lauenstein aufnehmen. Damals hatte Bürgermeister Martin Kempe erklärt, dass die verfügbaren Mittel für einen größeren P+R-Platz nicht ausreichten.

Nun aber meldet sich Höflich wieder zu Wort. Nach seiner Beobachtung ist genau das eingetreten, was er schon beim Bau des Platzes befürchtet hatte. Er ist zu klein und wird zu einem ernsten Verkehrsproblem. Die Pendler, die darauf keine Lücke mehr finden, stellen nämlich ihr Fahrzeug auf der viel zu engen Bahnhofstraße ab und blockieren die Schul- und Linienbusse. Bei der letzten Osterwalder Ortsratssitzung forderte Höflich die Verwaltung auf, Abhilfe zu schaffen. Der Ortsrat teilte seine Meinung.

„Die Verwaltung des Fleckens hat inzwischen die Hinweise aus der Politik und der Bevölkerung aufgenommen“, berichtet der stellvertretende Bürgermeister Detlef Fessenbecker, Fachbereichsleiter für Finanzen und Bau. Man werde die Situation zunächst in Augenschein nehmen und die Auslastung des Platzes dokumentieren.

Christa Pramann wartet im Kleinbus eines Taxiunternehmens auf Fahrgäste. Noch ist Ferienzeit. „Hier steht gewöhnlich um diese Zeit ein Schulbus. Ja, es ist oft sehr eng hier. Und nicht selten parken die Leute dann ihre Autos auf der Straße. Das wird dann immer sehr schwierig für uns.“

Zu unterschiedlichen Tageszeiten und Wochentagen zählen und fotografieren nun Verwaltungsmitarbeiter Autos am Bahnhof. Wenn objektive Erkenntnisse vorliegen, wird berichtet. Eine Erweiterung aber werde „nicht unerhebliche Kosten“ verursachen. Die Bahn ist offensichtlich gern bereit, das Areal zwischen Parkplatz und der K 5 an die Gemeinde abzugeben.

Die aktuellen Überlegungen sollte man auch vor dem Hintergrund der geplanten Sanierung und Umgestaltung des Bahnhofs Osterwald sehen. Fessenbecker rechnet damit, dass die Bahn AG damit in zwei bis drei Jahren fertig ist. Und auch er gibt Voldag-sen keine große Überlebenschance, weil der Kernort Coppenbrügge bereits mit einem Bahnhof versorgt ist. Dies sind Aspekte, die zum Handeln gemahnen. Wichtig dabei: Der Gemeindefinanzchef sieht durchaus Aussichten, noch einmal Fördergelder für das Erweiterungsprojekt lockermachen zu können.



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