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Mehrheitsgruppe will Bedarf ermitteln lassen

Preiswerter Wohnraum in Salzhemmendorf gesucht

SALZHEMMENDORF. Die Gewos-Studie über die Wohnraumversorgung in Salzhemmendorf hat es bereits vor zwei Jahren gezeigt: Im Flecken Salzhemmendorf fehlt es an kleinen, preiswerten und zunehmend auch an barrierefreien Wohnungen. Für die Gruppe SPD/Grüne und FDP war dies jetzt Anlass, den Antrag zu stellen, die Verwaltung möge beauftragt werden, den Bedarf an kleineren, bezahlbaren Wohnungen zu ermitteln.

veröffentlicht am 11.03.2019 um 16:08 Uhr
aktualisiert am 12.03.2019 um 20:00 Uhr

In Salzhemmendorf mangelt es laut einer Studie an preisgünstigem Wohnraum. Foto: Koptic
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Wolfhard F. Truchseß Reporter
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Dazu seien Gespräche mit den Vermittlern und Eigentümern der Baugebiete zu führen, um zu erreichen, dass dafür Bauland vergünstigt zur Verfügung gestellt werde, sofern es nicht gemeindeeigene Grundstücke gebe, die diesen Zweck auch erfüllen könnten.

Dietmar Müller (Grüne) begründete den Antrag mit der Erfahrung, dass nicht nur Senioren solche Wohnungen suchten, sondern auch junge Leute, die nach ihrer Ausbildung in den Flecken zurückkehrten und nicht mehr bei ihren Familien wohnen wollten. Er wisse, dass auch andere Ratsmitglieder bereits auf dieses Problem angesprochen worden seien. Mit dem Antrag wolle die Gruppe vor allem erreichen, dass alle potenziellen Investoren von der Verwaltung an einen Tisch geholt würden, um das Problem zu erörtern.

Eckhard Füllberg (CDU) hatte keine Einwände gegen den Antrag, verwies aber wie schon in der Einwohnerfragestunde der Architekt Thomas Ruhrmann aus Wallensen, auf zahlreiche Baulücken und die in Holzminden geübte Praxis, Geld aus einem Fonds für den Rückbau baufälliger Gebäude zur Verfügung zu stellen. Allerdings habe die Gemeinde dafür kein Geld im Haushalt. Eine erneute Studie könne die Gemeinde dafür nicht in Auftrag geben. Die Ermittlung derartiger Wohnungen könne nur durch eine direkte Befragung der Eigentümer geschehen. Zunächst aber sollten die Ortskerne dafür untersuch werden, wie Ruhrmann dies ebenfalls gefordert hatte. Der Architekt hatte auch davor gewarnt, neue Baugebiete auszuweisen. Erst müssten die Ortskerne saniert werden.

Auch Marcus Flügel (SPD) empfahl, sich stärker mit der Innenentwicklung der Ortschaften zu befassen, die Besitzverhältnisse seien eine andere Seite. Vonseiten der CDU wurde zudem angemerkt, die Verwaltung könne in einem derartigen Prozess lediglich als Moderator fungieren.

Bürgermeister Clemens Pommerening erklärte im Verlauf der Debatte, das Thema sei der Verwaltung bekannt. „Wir sind auch nicht untätig“, betonte der Parteilose und verwies ebenfalls darauf, dass die Gemeinde Geld benötige, um Grundstücke anzukaufen. Im Übrigen sei klar, „das wir hier gänzlich über Privateigentum reden“. Es habe auch in der Vergangenheit viele Gespräche und Überzeugungsarbeit mit Banken, Bauunternehmern und potenziellen Investoren gegeben. Aber es sei angesichts der in Salzhemmendorf und den Ortschaften zu erzielenden niedrigen Mieten sehr schwierig, den Neubau von Wohnungen wirtschaftlich darzustellen. Kontakte zu den Eigentümern verschiedenster Häuser haben sich in der Vergangenheit ebenfalls als schwierig erwiesen, „weil sie sonst wo leben“, wie Pommerening erklärte. Der Ausschussvorsitzende wollte den Antrag nicht als Auftrag für eine neue Studie verstanden wissen, sondern als Auftrag an die Ortsbürgermeister, in ihren Orten mit den Eigentümern zu sprechen, um neuen Wohnraum zu ermitteln. Der am Ende einstimmig angenommene Antrag enthält auch die Forderung, Gespräche mit der Kreissiedlungsgesellschaft zu sprechen. Sie investiere groß in Hameln. Das müsse sie auch mal in Salzhemmedorf tun, wurde gefordert. Schließlich sei der Flecken Anteilseigner der Kreissiedlungsgesellschaft..



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