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Streit um Auflagen für geplanten Verkauf der Musterhäuser / „Kein Interessenvertreter der Firma“

Politik will Okal nicht aus der Pflicht entlassen

Lauenstein (hen). Wenn Okal einen Teil seiner Musterhäuser verkaufen will, sollten dem Unternehmen und damit den potenziellen neuen Eigentümern bestimmte Auflagen gemacht werden. Das meint jedenfalls die Salzhemmendorfer Politik. Im Bauausschuss gab es dazu deutliche Worte: „Ich bin nicht der Interessenvertreter von Okal, sondern der Gemeinde“, sagte Manfred Roth (SPD).

veröffentlicht am 11.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:41 Uhr

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Der Verkauf durch die Vertriebsmitarbeiter wird auch in Zukunft von Lauenstein aus weiterbetrieben und bleibt im Fachwerkhaus und dem gelben Winkelbungalow ansässig. Das Unternehmen will sich lediglich von drei Musterhäusern trennen. Damit das Areal künftig auch als Wohngebiet genutzt werden kann, muss der Bebauungsplan geändert werden. Dafür hatte der Verwaltungsausschuss bereits einen entsprechenden Beschluss gefasst. Als eine der Auflagen war vorgesehen, die Förderung regenerativer Energien zur Bedingung zu machen – und genau darüber ist jetzt ein Streit entbrannt. Denn Okal möchte den entsprechenden Passus streichen.

Gerd Wecke, für Okal im Bauausschuss anwesend, machte deutlich, dass die Gebäude als Musterhäuser keine Anschlüsse beispielsweise an die Kanalisation oder das Stromnetz und auch keine Leitungen haben und die sanitären Einrichtungen nur Attrappen sind. Dadurch würden auf den neuen Nutzer ohnehin weitere Kosten – zusätzlich zum Kaufpreis für das Haus – zukommen. Gäbe es dann noch die Verpflichtung, eine Solar- oder Photovoltaikanlage zu installieren, „kauft das kein Mensch mehr“. Die Politik machte deutlich, an der Forderung festhalten zu wollen; „alles andere wäre ein ungedeckter Scheck in die Zukunft“, meinte Roth mit Blick auf zu große Freiheiten bei den Gestaltungsmöglichkeiten für das Unternehmen. Reinhold Breyer (SPD) sagte: „Wir sind Okal schon sehr entgegengekommen.“

Die Firma möchte die Frage der regenerativen Energien über einen städtebaulichen Vertrag geregelt wissen, weil dadurch der Zeitpunkt der Durchführung für die Einrichtung entsprechender Anlagen geregelt werden könnte – was bedeuten würde: Okal wäre raus aus der Verantwortung und der neue Eigentümer wäre zuständig. Während die Verwaltung diesem Wunsch folgen könnte, will die Politik zunächst weiter beraten – und hat das Thema an den Ortsrat Lauenstein verwiesen, der am Mittwoch, 17. November, tagt. Dann soll über die Details beraten werden.

Wenn aus den Musterhäusern Wohnhäuser werden sollen, müssen bestimmte Auflagen erfüllt werden, sagt die Politik.Foto: Wal

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