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50 000 Euro im neuen Haushalt – „da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“ / Teurer Winter

Politik fordert mehr Geld für Straßensanierung

Salzhemmendorf (gök). Auch in diesem Jahr werden sich die Finanzmittel im Haushalt für Straßenbaumaßnahmen wieder auf einem niedrigen Niveau einpendeln. 140 000 Euro sind laut Kämmerer Detlev Fessenbecker im neuen Haushalt eingeplant – davon sind allerdings schon 90 000 Euro für die Sanierung des Bahnübergangs an der Calenberger Allee in Salzhemmendorf vorgesehen. Manfred Roth (SPD) ist sich sicher, dass „da noch nicht das letzte Wort gesprochen ist: Wenn noch zwei so starke Frostperioden kommen, wird ein Nachtrag im Haushalt mit Sicherheit notwendig werden. Schon jetzt sind die Schäden enorm“. Karsten Appold (Grüne) befürchtet, dass bei manchen Straßen durch Unfälle Regressforderungen auf die Gemeinde zukommen könnten. „Straßen wie Glock- see in Wallensen werden auch als Radweg genutzt und sind in einem schlimmen Zustand“, so Appold.

veröffentlicht am 24.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:21 Uhr

Der bisherige Winter hat der ohnehin kaputten Straße Glocksee in Wallensen noch mehr geschadet. Foto: gök
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Der bisher schnee- und frostreiche Winter hat auch in der Gemeinde Salzhemmendorf für zusätzliche Kosten gesorgt. Fessenbecker schätzt die zusätzlichen Ausgaben auf rund 20 000 Euro. Schuld daran seien auch die hohen Salzpreise. Wolfgang Kapa aus dem Bauamt bestätigte, „dass sich die Salzkosten seit dem Sommer nahezu verdoppelt haben. Wir warten seit Dezember auch noch auf eine Lieferung“. Hohe Kosten seien auch entstanden, weil unter anderem in Lauenstein und Osterwald Schnee abgefahren werden musste, weil einfach kein Platz mehr da war.

Im Sommer hatte die Gemeinde drei Lkw-Züge Salz gekauft und ihr Lager gefüllt. Doch das Salz war in diesem Winter schnell verbraucht, so dass mittlerweile bei Bedarf ein Gemisch aus Salz und Sand gestreut wird. Für die nächste Saison will man das Salzlager in Salzhemmendorf etwas erhöhen, um noch mehr Salz einlagern zu können.

Im Bauausschuss stellte Fessenbecker weitere den Ausschuss betreffende Haushaltsstellen vor: So kommen auch bei den Sporthallen und den Grundschulen immense Kosten auf die Gemeinde zu. Für die Sporthallen stehen knapp 130 000 Euro im Etat, wovon der Löwenanteil auf die Sanierung des Flachdaches der Mehrzweckhalle Lauen-stein entfällt. Bei den Grundschulen stehen gute 220 000 Euro im Etat. Den größten Anteil mit knapp 80 000 Euro verschlingt hier der Brandschutz in den Schulen. Bei der normalen Bauunterhaltung hat laut Fessenbecker die Gemeindeverwaltung bereits die anstehende Schließung von Wallensen berücksichtigt, da in den kommenden Jahren hier eine Herabstufung erfolgen soll.

Die Bushaltestelle an der Angerstraße in Wallensen soll saniert werden. Fotos: gök
  • Die Bushaltestelle an der Angerstraße in Wallensen soll saniert werden. Fotos: gök

Eine große Investition wird auch bei der Sanierung des Rathauses erwartet. Hier tritt die Gemeindeverwaltung in Kürze mit der Kreissiedlungsgesellschaft in Kontakt. Die Gemeinde hofft damit auf Einsparungen bei den zurzeit anvisierten 220 000 Euro, wenn man den Betrag finanziert. „Denn ohne Finanzierung können wir das nicht stemmen“, so Fessenbecker. Eine Entscheidung wurde hier noch nicht getroffen. Nach den Gesprächen „ist auch absehbar, wie wir mit etwaigen Kosten hinkommen würden, wenn der Rat eine Komplettsanierung unterstützen würde“.

Als erfreulich bezeichneten die Politiker den Ansatz von 237 400 Euro für Sanierungen im Bereich öffentlicher Personennahverkehr. Die Gemeinde muss sich nur mit 19 800 Euro beteiligen, der Rest sind Fördergelder. Geplant ist unter anderem die Vergrößerung einer anderen Bushaltebucht in Salzhemmendorf. Buswartehäuschen wie etwa in der Wallenser Angerstraße werden außerdem saniert.



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