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Coppenbrügge blickt mit Sorge auf steigende Kreisumlage und appelliert an heimische Abgeordnete

Plus bei der Gewerbesteuer wieder aufgezehrt

Coppenbrügge (ist). Beim Blick auf den neuen Etat bereite ihm vor allem die Kreisumlage Sorge, sagte Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka bei der Vorstellung des Haushaltsplanentwurfes 2012 in den Ortsräten Coppenbrügge und Brünnighausen am Montagabend, nachdem das Zahlenwerk erstmals im Finanzausschuss vorgestellt worden war (wir berichteten).

veröffentlicht am 07.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:41 Uhr

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Zwar habe sich niedersachsenweit die Einnahmesituation der Kommunen aufgrund der konjunkturbedingten positiven Lage insgesamt verbessert. Dementsprechend konnte auch der Flecken Coppenbrügge bereits 2011 durch Nachzahlungen aus Vorjahren Mehreinnahmen bei den Gewerbesteuern verbuchen: Statt der geplanten 650 000 Euro wurden insgesamt 1,07 Millionen Euro verbucht. „Bedauerlicherweise hatte diese Entwicklung jedoch damit einhergehend einen wiederum höheren Anteil an der Kreisumlage zur Folge“, so Peschka, also dem Geld, das die Kommune an den Kreis zahlt und dieser nur ungern wieder hergebe.

Dieser Betrag beläuft sich für das Jahr 2012 mit einem Soll-Ansatz von 2,47 Millionen Euro auf stattliche 28 Prozent des Flecken-Gesamtaufwandes. „Man wünscht sich das Jahr 2007 zurück“, meint Peschka mit Blick auf die Grafik zur Entwicklung der Kreisumlage während der vergangenen Jahre, die damals nach massivem Anstieg innerhalb von zwei Jahren zu einem Maximum von über 2,5 Millionen Euro im Jahr 2009 anstieg und sich nun auch 2012 dieser Marke wieder annähert. „Wir würden uns freuen, wenn der Kreis diese Tendenz wenden würde, wo er jetzt Geld vom Bund bekommt.“ Auch wenn diesbezügliche Botschaften aus Hameln nicht wirklich Vielversprechendes erwarten ließen, ist die Erwartungshaltung in Coppenbrügge wie in den niedersächsischen Kommunen allgemein laut Aussage des Bürgermeisters und Kreisgeschäftsführers des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes groß: „Die zukünftige Kostenübernahme bei der Grundsicherung durch den Bund sollte und müsste sich auch positiv auf der Habenseite der Kommunen im Landkreis Hameln-Pyrmont niederschlagen.“

Den örtlichen drei Kreistagsabgeordneten seien daher die entsprechenden Vorstellungen der Verwaltung mit Nachdruck mit auf den Weg nach Hameln gegeben worden. Kein Sorgenfaktor, dafür aber mit Abstand „schönste Grafik“ in der Präsentation des Haushaltsplanentwurfes 2012 „und immer wieder gern angesehen“, so Peschka und Bauamtsleiter Jürgen Krückeberg mit ungeteilter Zustimmung der Ortsratsmitglieder, ist die Energiekosten- und Verbrauchsentwicklung von Schule und Turnhalle in Coppenbrügge. Nach der energetischen Sanierung hat sich der tatsächliche Energieverbrauch 2011 (204 620 kW/h) gegenüber dem Vorjahr (338 040 kW/h) um 40 Prozent verringert. Was einer Einsparung an Wärmekosten von 5000 Euro und 10 Prozent gegenüber 2010 entspricht – ohne Sanierung, so die Kalkulation, wären Kostensteigerungen von insgesamt 30 Prozent angefallen. Was auch die Ortsräte in den Feuerwehrhäusern von Dörpe und Bäntorf überzeugt. Der Haushaltsplanentwurf 2012 wird bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen vom Ortsrat Coppenbrügge, einstimmig vom Ortsrat Brünnighausen angenommen.

„Man wünscht sich das Jahr 2007 zurück“, meint Peschka mit Blick auf die Grafik zur Entwicklung der Kreisumlage – also die Zahlungen der Gemeinde an den Landkreis.

Montage: Wal/Quelle: Gemeinde



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