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Wie Peter Granzow vor 20 Jahren zum schönsten Mann gekürt wurde – und was er heute macht

Plötzlich Mr. Niedersachsen

Coppenbrügge/Köln. Die Geschichte von Peter Granzow klingt wie im Märchen. Als er eines Tages im Alter von 16 Jahren Fotos von sich anfertigen ließ, weil er seiner Mutter eines schenken wollte, riet ihm der Fotograf, doch mal zum Künstlerdienst des Arbeitsamtes nach Hannover zu fahren. Gesagt, getan, dachte sich Granzow. Der Teenager fuhr also aus dem beschaulichen Coppenbrügge in die große Stadt Hannover. „Da saß ich dann schüchtern der Bookerin gegenüber. Ich wusste vorher gar nicht, dass es so was gibt“, klingt Granzow noch heute etwas verwundert, obwohl er mit Leuten, die ihn für Aufträge buchen, mittlerweile bestens vertraut ist. „Die Frau telefonierte gerade, guckte mich auf einmal an und sagte in den Hörer: ,Da sitzt gerade einer.‘ Danach hatte ich meinen ersten Model-Job in der Tasche.“

veröffentlicht am 30.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:41 Uhr

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Autor:

von christoph Boßmeyer
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Über den Tisch gezogen wurde er dann bei seinem ersten Auftrag. Gehalt bekam er nämlich keines, aber zumindest die Fotos durfte er für seine Set-Card verwenden. „Die hätte damals immerhin 300 DM gekostet.“ Rückblickend also gar nicht so verkehrt, was Granzow bei seinem ersten Job passiert ist, denn so eine Set-Card ist unentbehrlich, wenn man als Model Aufträge an Land ziehen will. Seine Ausbildung als Konditor hat er trotzdem durchgezogen und auch in dem Beruf gearbeitet, wenn auch nur für 18 Monate. Während dieser Zeit hat er nebenbei gemodelt und sich so etwas zu seinen 1200 Euro netto dazuverdient.

Nach einer gewissen Zeit hat er aber alles auf eine Karte gesetzt und seine Stelle als Konditor aufgegeben. Von da an hat er sich dem Modeln und der Moderation gewidmet. Auch an den Beruf des Moderators war er eher zufällig gekommen. Er moderierte für Privatsender im Fernsehen, war Programmansager im Ersten Deutschen Fernsehen und führte für Firmen durch Veranstaltungen. Heute ist der Wahl-Kölner obendrein sogar noch Autor. Rückblickend sei der Schritt richtig und wichtig gewesen, denn „im Job darf man nicht

unglücklich sein“. Heute ist Granzow 48 Jahre alt und macht seinen Job als Moderator der unterschiedlichsten Veranstaltungen immer noch gerne. Bei seiner Karriere geholfen habe ihm die Zeit als Konditor auf jeden Fall, ist sich Granzow sicher. „So weiß ich auch, wie es ist, mit wenig Geld auszukommen“, führt er sich seine Anfangszeit immer vor Augen.

Zu den Ehren als Mr. Niedersachsen kam er Mitte der 1990er ebenso unverhofft wie zu seinem ersten Auftrag als Model. 28 Jahre war er damals alt und hatte sich aus Eigeninitiative zu dem Schönheitswettbewerb angemeldet. Große Chancen hatte er sich nicht ausgerechnet – und dann landete er plötzlich auf dem ersten Platz, war Niedersachsens schönster Mann. Danach nahm er bei der Wahl zum Mr. Germany teil, flog allerdings in der Vorrunde raus.

Aber egal, Aufmerksamkeit und Aufträge hatte ihm der Erfolg schon gebracht. Nur mit dem Adjektiv „schön“ konnte sich Granzow nie wirklich anfreunden. Dass er gut aussieht, wusste er im Grunde. Aber gutes Aussehen allein reiche nicht aus, ist sich Granzow auch 20 Jahre nach seinem Sieg sicher. Im Kopf haben müsse man auch etwas, sich auf die Moderationen oder Jobs vorbereiten, denn nichts sei schlimmer, als vor einem Fachpublikum auf der Bühne zu stehen und keine Ahnung vom Thema zu haben.

Die Bäckerschürze hat Peter Granzow nur kurz getragen. Schnell hat er sie gegen schicke Klamotten eingetauscht und steht seit mehr als 20 Jahren als Moderator auf Bühnen in ganz Deutschland.pr

So berichtete die Dewezet am 15. Oktober 1994 über Peter Granzows Erfolg.Wal



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