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In Salzhemmendorf müssen Fußgänger oft auf die Straße weichen – Ortsmitte soll besser erreichbar werden

Plötzlich fehlt der Bürgersteig

Salzhemmendorf. „Wer mit dem Kinderwagen oder mit dem Rollstuhl vom Rathaus in Richtung Ortsmitte fährt, ärgert sich schnell“, gesteht Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening ein. An dieser und weiteren Stellen fehlen Bürgersteige. Die Folge: Die Fußgänger werden gezwungen, auf der Straße zu gehen.

veröffentlicht am 29.04.2016 um 15:38 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

Christian Göke
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Auf der ehemals zur Landesstraße ausgebauten Hauptstraße im Ortszentrum gibt es teilweise keine Bürgersteige, so dass Fußgänger oft auf der Straße gehen müssen. Die meisten Bürger nutzen eine kleine Holzbrücke, womit sie sich die erste Engstelle ersparen. Doch auf dem Weg zur Apotheke oder zum Ratskeller wird es oft sehr eng für Fußgänger.

Mit Hilfe der Städtebauförderung soll der Straßenbau hier gefördert werden. 150 000 Euro hat die Gemeinde für einen Umbau der ehemaligen Landesstraße im ersten Bauabschnitt veranschlagt, wie in der Sitzung des Ortsrates bekannt wurde. Neben einem durchgehenden Bürgersteig bis zur Apotheke sollen auch Parkbuchten die Ortsmitte attraktiver machen.

Von der gesamten Maßnahme werden aber etwa 60 Prozent bei der Förderung nicht einbezogen, da für diesen Bereich nach den Förderrichtlinien die Beiträge der Anwohner mitgerechnet werden, auch wenn es das im Flecken Salzhemmendorf nicht gibt, da eine Straßenausbausatzung hier bisher nicht umgesetzt wurde. „Für die Förderung spielt das aber keine Rolle. Die bei einer existierenden Straßenausbausatzung fälligen Beträge werden hier trotzdem durch die Behörde mit einberechnet. Der Restbetrag der Maßnahme wird dann mit rund zwei Drittel gefördert“, so Pommerening.

Der zentrale Bereich des Grundzentrums Salzhemmendorf hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von der Hauptstraße hin zum neuen Zentrum am Rathaus verlagert. Im alten Ortskern gibt es aber noch viele Geschäfte, die intensiv von Kunden genutzt werden. Gerade im Bereich der Post kommt es daher auch immer wieder zu Parkproblemen. Morgens und mittags wird der Bereich zudem immer von vielen Schülern genutzt, deren Schulweg durch den Ortskern Richtung Grundschule oder andersrum zur Kooperativen Gesamtschule (KGS) führt. Auch der Kindergarten, die Kirche oder ein Alten- und Pflegeheim führt die Menschen durch den alten Ortskern. Zwar wurde die Hauptstraße durch den erfolgten Ausbau der Calenberger Allee vor einigen Jahren wesentlich vom Verkehr entlastet und mittels einer Tempo-30-Zone beruhigt, doch zu gefährlichen Situationen kommt es immer noch. Aus Sicht der Gemeinde ergibt sich daraus die städtebauliche Frage, wie die Verknüpfung des alten Ortskerns mit dem neu entstandenen Zentrum erfolgen soll. Dabei spielt insbesondere auch die Barrierefreiheit eine zentrale Rolle, die derzeit vielfach nicht gegeben ist.

Als erster Bauabschnitt ist ein durchgehender Fußweg entlang der Hauptstraße zwischen der Einmündung „Hinter dem Meierhofe“ bis zur Apotheke angedacht. Die Ideenskizze wurde dazu nun dem Ortsrat vorgestellt. Die Ortsratsmitglieder konnten sich mit der Idee auch schnell anfreunden und würden eine vermutlich folgende Belebung des Ortskerns sehr begrüßen. Allerdings würden sie neben dem angedachten Bauabschnitt bis zur Apotheke aber auch noch eine Einbeziehung des Kellerbrinks begrüßen. Dies wurde als erweiterter Wunsch des Ortsrates durch Pommerening in die weiteren Beratungen mitgenommen.

Ein Besuch einer Studentengruppe von Professor Michael Rohde der Uni Hannover sorgte zudem für eine Idee zur Aufwertung der bestehenden Grünanlagen in der angrenzenden Calenberger Allee. Nach Meinung der Gemeindeverwaltung sollte hier nach über 20 Jahren mit kleineren Maßnahmen eine Aufwertung erreicht werden. Pommerening kann sich zum Beispiel mehrere neue Sitzmöglichkeiten im Bereich des Rathauses sowie gegenüber der örtlichen Tankstelle vorstellen. Eine konkrete Umsetzung ist hier aber auch von den finanziellen Möglichkeiten abhängig. Die Gemeindeverwaltung bemüht sich nun um eine Kostenschätzung, damit in den Ausschüssen weiter darüber beraten werden kann. Beide Maßnahmen können aber dieses Jahr nicht mehr umgesetzt werden, da im Haushalt dafür bisher keine Gelder vorgesehen sind.



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