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Ehemaliges Hausmeisterhaus der Schule Bisperode wird zum TSV-Vereinsheim / Symbolischer Kaufpreis 1,11 Euro

Platz für Geselligkeit und Regale voller Akten

Bisperode (ist). Während eine aktuelle Studie mit künftiger Wohnungsnot in bundesdeutschen Ballungsräumen aufschreckt, werden im ländlichen Bereich unter dem Motto „Umbau statt Zuwachs“ mitunter langgehegte Eigen- beziehungsweise Vereinsheimträume wahr: 101 Jahre lang träumten die Mitglieder des TSV Bisperode von einer zentralen Geschäftsstelle, die ebenso als Tagungs- und Gebrauchsstätte für diverse Anlässe der erwachsenen Mitglieder fungieren soll; die Schluss macht mit auf Regale der einzelnen Vorstandsmitglieder verteilten Akten, die bei jeder Neuwahl verlagert werden müssen; Schluss mit Veranstaltungen mal hier, mal da, wo Geselligkeit kein Zentrum hat. „Aber bekanntlich sind alle unsere langgehegten Träume vom Neubau eines Vereinsheims nicht mehr realisier- und bezahlbar“, sagt der Vorsitzende Andreas Elsner.

veröffentlicht am 06.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 15:41 Uhr

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Bereits im Sommer 2009 hatte der TSV daher Interesse an dem ehemaligen Hausmeisterhaus der Grundschule Bisperode angemeldet. Das war von 1965 bis 2000 von dem jeweiligen Hausmeister bewohnt und anschließend als „Spielkiste“ für die Kinderbetreuung (U 3) genutzt worden. Die Spielkistenkinder zogen im vergangenen Sommer – nachdem das Gebäude den Ansprüchen einer derartigen Nutzung nicht mehr gerecht geworden war – in den Krippenneubau um. Seitdem steht das ehemalige Hausmeisterhaus frei. Die Alternative Abriss oder Nutzung als Vereinsheim habe sich nicht wirklich gestellt, sagt Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka. Das große ehrenamtliche Engagement des TSV sowie des Shanty-Chors als künftigem „Untermieter“ im Sinne und zum Wohl der lebendigen, dörflichen Gemeinschaft habe auf einstimmige politische Entscheidung im Jahr 2011 den Zuschlag bekommen. Symbolischer Kaufpreis für die 180-Quadratmeter-Immobilie: 1,11 Euro. „Eine einmalige, großartige Chance“, so Elsner, „die wiederholt mit einstimmigem Votum und langanhaltendem Applaus der Mitglieder begrüßt wurde.“ Zurzeit werde abschließend geprüft, in welcher Rechtsform die Übereignung des Gebäudes (vollwertiger Besitz mit allen Rechten und Pflichten für den TSV) ohne Grundstückserwerb möglich ist. Mit Vertragsunterzeichnung rechnet Peschka in etwa zwei Monaten. Dabei wird sich der TSV sowohl zur Übernahme der Grundlasten und laufenden Unterhaltungskosten als auch der Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen verpflichten. „Der entstehende Investitionsaufwand“, stellt Elsner fest, „wird durch Mitgliedsbeiträge, akquirierte Mehreinnahmen (Spenden-/Bausteinaktion und Zuschüsse) sowie voraussichtlich einer Beitragserhöhung ab 2013 aufgebracht werden.“ Keine Sorge macht dagegen der Kaufpreis der Immobilie. Der ist bereits komplett gezahlt: Während der letzten Jahresversammlung spendete Peschka 1,11 Euro aus dem eigenen Portemonnaie.

Im letzten Jahr war hier noch die Spielkiste beherbergt; seit Anfang 2012 herrscht Leerstand, und der TSV hat mit der Innensanierung begonnen.Foto: ist



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