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Osterwaldbühne verschont von Unwetter / „Sherlock Holmes in Soutane“ kommt bei Publikum an

Pater Brown steht kurzzeitig auf der Kippe

Osterwald (sto). Unwetter mit heftigen Gewittern landkreisweit. Blitzeinschläge in Hameln und andernorts, überflutete Straßen, entwurzelte Bäume. Auch Osterwald blieb am frühen Freitagnachmittag nicht verschont von Gewittern. Die Premiere des Abendstücks „Ein Fall für Pater Brown“ auf der Freilicht- und Waldbühne geriet ins Wanken. Wird sie abgesagt, weil Land unter ist? lautete die bange Frage.

veröffentlicht am 02.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:41 Uhr

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Doch Pater Brown wäre nicht Pater Brown, hätte er seinen „heißen Draht“ nach oben nicht auch diesmal genutzt, um alles wieder zum Besten zu richten und seinen Fall zu lösen. Am späten Nachmittag siegte das gute Wetter. Schnell beseitigte das Bühnenteam die Spuren des Regens, und schon bald kamen die Besucher. Viele hatten sich vorher über die Ticket-Hotline erkundigt, ob gespielt werde oder nicht. Der Bischof von Hildesheim war nicht unter den Besuchern, wie das Bühnenteam gehofft hatte.

Trotz der vorausgegangenen Wetterkapriolen war die Premiere gut besucht. Um es gleich vorwegzunehmen – die Aufführung wurde für alle gleichermaßen zu einem vergnüglichen Theatererlebnis. Mit ihrer großen Spielfreude zogen die neun Darsteller das Publikum in ihren Bann, was auch der häufige Szenenapplaus bewies.

In die Rolle des weltberühmten Paters war Bernd Kintscher geschlüpft, aktives Bühnenmitglied seit acht Jahren, im „wirklichen Leben“ Holztechniker und mit Leib und Seele Laienschauspieler. Überzeugend gelang es ihm, dem Publikum den verschmitzten Brown-Charakter zu vermitteln – vergnüglich die Hände reibend und mit einem unschuldigen Blick, der kein Wässerchen trüben kann. Hübsch-hässlich eben. Herrlich auch Simone Schimkus als strenge Haushälterin, Alexandra Breutmann als Sophie Gladwell und Martin Prüße als etwas trotteliger Inspektor Slack. Vergnüglich kokett Sigrid Wolff als Rose Callahan, köstlich Thomas Wettmarshausen als Tony Saudners, Anja Machens-Mielzarek als äußerst zwielichtige Gemeindereferentin, Lana Kreth als folgsames Hausmädchen und Sabrina Lücke als übereifrige Muriel Peabody. Keine Frage – in der Auswahl der Rollen hat Spielleiterin Claudia Höflich ein gutes Händchen bewiesen, bestens unterstützt von Frauke Höflich und Marc Telgheder. „Wir alle sind glücklich und erleichtert“, freute sich die Regisseurin nach der gelungenen Premiere. Alles habe bestens geklappt.

Auch am nächsten Tag, an dem das Stück mit anderer Besetzung zu sehen war. Wie immer bei Aufführungen der Osterwaldbühne wechseln sich auch diesmal von Vorstellung zu Vorstellung die Darsteller ab. Christian Wirries ist der weitere Pater-Brown-Darsteller.

Wer kennt sie nicht, die Kriminalkomödie, die spätestens seit der Verfilmung mit Heinz Rühmann bekannt und beliebt wurde? Die Aufführung der Osterwaldbühne ist ein Mix aus mehreren Brown-Geschichten. Zum Inhalt: Weil sich Pater Brown immer wieder detektivisch betätigt, wird er vom Bischof strafversetzt. Diesmal auf eine kleine Insel, wo er mit seiner Haushälterin im alten Pfarrhaus wohnt. Bald nach der Ankunft geschehen merkwürdige Dinge. Pater Browns Spürsinn arbeitet auf Hochtouren. Ein Mordanschlag, eine Mumie, eine Leiche und eine Schmugglerbande lassen ihn zur Hochform auflaufen – immer einen Schritt der Polizei voraus.

Karten für die weiteren Vorstellungen können telefonisch vorbestellt werden unter 05153/96069.



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