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SPD-Ortsverein regt zum Gedankenaustausch an / Wirtschaftsstandort und Einwohnerzahl ausbauen

Osterwald will seine Infrastruktur stärken

Osterwald (top). Malerisch am Osterwald gelegen, bietet der gleichnamige Bergort mit seinen alten Häusern, engen Gassen und seiner geschichtsträchtigen Attraktion des Hüttenstollens sowie der in die Natur eingegliederten Freilichtbühne eine wunderschöne Kulisse für Bürger und Gäste. Doch welche Reize gibt es noch, mit denen Osterwald besonders bei seinen Bürgern punkten kann? Diese Frage stellte sich der SPD-Ortsverein und lud die Osterwalder zum Gedankenaustausch beim Dämmerschoppen ein.

veröffentlicht am 17.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:41 Uhr

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Verkehrsnetz verbessern

Wichtig sei es den Organisatoren, den Austausch von Gedanken anzuregen, um Osterwald weiterhin attraktiv zu gestalten. Schließlich stellte sich für Hans Joachim Höflich die Frage, ob die Wohnqualität eher von einer schönen Lage oder einer intakten Infrastruktur abhängig sei. Denn hier kann der beschauliche Ort derzeit nicht gerade punkten: mit einem rückläufigen Angebot an Einzelhändlern, einem nur mäßig stattfindenden Betrieb öffentlicher Verkehrsmittel und den derzeit notwendigen weiten Wegstrecken, die zurückgelegt werden müssen, um Güter des täglichen Bedarfs zu bekommen. In einem Punkt waren sich die Bürger einig: Schnelle Kaufentscheidungen zu treffen, stellt sich angesichts der mangelnden Möglichkeiten vor Ort als derzeit problematisch dar. Zudem sehen die Osterwalder die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Osterwald als sehr wichtig an, werden beim Einkaufen doch soziale Bindungen gestärkt. Wichtig sei außerdem der Punkt, den Anschluss an die Eurobahn über den Bahnhof Osterwald, welcher sich in Oldendorf befindet, weiter zu stärken, um hier den Standort dieser Nutzung der Öffis beizubehalten. Zudem erhoffen sich die Sozialdemokraten durch den über alle politischen Gremien hinweg geschaffenen Arbeitskreis Mobilität (wir berichteten) die Möglichkeit, eine bessere Busanbindung nach Osterwald zu schaffen, wie Walter Kramer informierte. Hier sei die Mithilfe der Bürger besonders wichtig. Schließlich müssten die Lücken in der Verkehrsversorgung aufgezeigt werden, um handeln zu können. Derzeit suchen die Organisatoren – alle gleichermaßen langjährige Einwohner Osterwalds – nach Ideen zum Bewerben der Wohnqualität im Bergort und zur Verbesserung der Situation im Hinblick auf die Gewerbetreibenden.

Torsten Hofer sieht es als erstrebenswert an, den demografischen Wandel und den damit einhergehenden Abwärtstrend in den Einwohnerzahlen stabil zu halten oder nach Möglichkeit dieser traurigen, auch für die Zukunft, prognostizierten Bilanz entgegenzuwirken. „Besonders die jungen Leute fehlen“, bilanzierte Hans Joachim Höflich die aktuelle Einwohnerstatistik. Dies sei auch besonders im Hinblick auf das aktive Vereinsleben drastisch zu sehen. Immer mehr Vereine berichten über Nachwuchssorgen. Auf nicht mehr allzu lange Sicht gesehen, werde es auch hier einen Einbruch geben. Erfreut zeigte sich die Riege um Ortsbürgermeister Walter Kramer aber auch vom aktiven Wechsel in den Führungspositionen einiger Vereine, die nun in jüngere Hände gegeben wurden. „Die Vereine sind wichtige Träger des gesellschaftlichen Lebens,”, sagte Hans Joachim Höflich. Mit einer breit gefächerten Interessengruppe bestehe die Möglichkeit, neue Ideen zu finden und diese auf Dauer zu etablieren, um Osterwald als attraktiven und wohnlichen Ort aufrechtzuerhalten. Auch hier sei es wichtig, besonders junge Bürger zu motivieren, sich in das Dorfgeschehen einzufügen und aktiv daran teilzunehmen, appellierte Kramer.

Auch der Ortsrat sieht sich derzeit noch in einer schwierigen Lage. Ein Großteil der Ratsmitglieder werde in den kommenden Jahren das Feld für Jüngere freigeben. „Uns ist es ein großes Anliegen, junge Leute an diese interessante, wenn auch notwendige Arbeit heranzuführen und ihr Wissen darüber auszubauen“, sagte Walter Kramer in der Hoffnung, interessierte Bürger zu mobilisieren, sich für den Erhalt dieser wichtigen Institution einzusetzen.

Tauschten sich mit den Bürgern über Pläne für den Ort aus; die Organisatoren des Dämmerschoppens um die SPD Osterwald.

Foto: top



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