weather-image
15°
Magazin porträtiert Ort und Menschen

„Osterwald taucht auf“

OSTERWALD. Hat der Bergort eine Seele? Ist Osterwald ein Ort, in dem es sich gut leben lässt? „Wenn ja, warum? Einige „Forscher“ hatten sich im vergangenen Jahr auf die Suche begeben, um Antworten auf ihre Fragen zu finden. Das Ergebnis ihrer Recherche ist ein rund 100 Seiten starkes Magazin mit dem Titel „Osterwald taucht auf“.

veröffentlicht am 17.05.2018 um 12:29 Uhr
aktualisiert am 17.05.2018 um 15:10 Uhr

In kleiner Runde präsentiert Henning Brandes (3. von rechts) das Magazin „Osterwald taucht auf“. Zu der Runde gehören: der Landtagsabgeordnete Ulrich Watermann, Marc Wübbenhorst, Ute Schneider-Smietana (Regionalgeschäftsführerin der Diakonie Himmelst
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Kürzlich erschienen, wird es derzeit kostenlos an alle Haushalte im Bergort und in öffentlichen Einrichtungen im Flecken Salzhemmendorf verteilt.

Das Magazin ist ein Projekt der Diakonie Himmelsthür, die im Bergort seit nahezu 52 Jahren das „Emil-Isermeyer-Haus“ betreibt. Die Bewohner des Hauses sind bestens integriert in das dörfliche Leben. Das Magazin soll ein Beitrag zu einer gelungenen Inklusion sein. „Mit dem Magazin möchten wir uns bei den Osterwalder Bürgern bedanken und außerdem aufzeigen, was der Ort alles zu bieten hat“, betont Fachbereichsleiter Henning Brandes. Zunächst sei eine Chronik im Gespräch gewesen. Diese Idee sei dann aber als zu arbeitsaufwendig und unzeitgemäß wieder verworfen worden. In Zusammenarbeit mit dem Bielefelder Büro für „Soziale Architektur Alberts“ entstand dann das Magazin „Osterwald taucht auf“.

Das Team um Marc Wübbenhorst und Thorsten Försterling hat mehrere Monate etliche Interviews mit den Bürgern geführt und viele Geschichten für das Magazin gesammelt. Aber auch Osterwalder Bürger waren journalistisch tätig – beispielsweise Walter Kramer, der über die Rettung des Osterwalder Freibades berichtet, Hans-Joachim Höflich, der vom Dorfgemeinschaftshaus erzählt, oder Hartmut Friedrich, der die Leser zu einer spannenden Exkursion unter Tage in den Hüttenstollen einlädt. Diverse Szenen und Personen aus den Geschichten hat Peter Wehowsky mit seiner Kamera festgehalten. „Wir sind bei den Bürgern auf offene Türen gestoßen“, erinnert sich der Bielefelder Fotograf.

Das Magazin „Osterwald taucht auf“ auf dem blauen Stuhl, der sich wie der symbolische rote Faden durch die in dem Magazin enthaltenen Fotos zieht. Foto: sto
  • Das Magazin „Osterwald taucht auf“ auf dem blauen Stuhl, der sich wie der symbolische rote Faden durch die in dem Magazin enthaltenen Fotos zieht. Foto: sto

Die Geschichten in dem Magazin sind bund und vielfältig. Unter anderem werden Vereine vorgestellt und einzelne Bürger, wie beispielsweise Klara Wüstemann. Mit 93 Jahren zählt sie zu den ältesten Einwohnern des rund 1200 Seelendorfes. Zu Wort kommt auch Torsten Hofer. In einem Interview mit dem Texter und Historiker Jens Korff bringt der Ortsbürgermeister das Grundprinzip der Osterwalder auf den Punkt: „Nicht jammern, sondern machen.“ Diese Philosophie spiegelt sich auch in dem vollständigen Titel des Magazins wider: „Osterwald taucht auf. Selbermachen.“

Die Herausgabe des Magazins war das erste Projekt der Diakonie Himmelsthür in Osterwald. Als nächstes Projekt wird die Einrichtung einer Tagespflege angestrebt, in der pflegebedürftige Senioren, die noch in eigener Wohnung oder bei ihren Angehörigen leben, stundenweise betreut werden. Ein weiteres Projekt könnte das Angebot einer Dorfschwester werden, die beispielsweise die Senioren bei Behördengängen begleitet, um nur eine Maßnahme zu nennen. „Priorität hat zunächst aber die Tagespflege“, so Henning Brandes.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt