weather-image
22°

Bürger fragt: Wie sollen die Betroffenen künftig von Osterwald nach Oldendorf kommen?

Ortswehr-Verlegung sorgt für Ärger

SALZHEMMENDORF. Größtenteils einstimmig – Rückstellung von jährlich 100 000 Euro über den Zeitraum von zehn Jahren für die Neuanschaffung von Fahrzeugen – bei einer Gegenstimme hat der Rat des Fleckens Salzhemmendorf am Donnerstagabend die Beschlüsse zur Zukunft der Salzhemmendorfer Feuerwehr gefasst. Reibungslos verlief der Tagesordnungspunkt nicht.

veröffentlicht am 28.09.2018 um 17:03 Uhr
aktualisiert am 28.09.2018 um 21:20 Uhr

Das Feuerwehrhaus in Oldendorf ist sichtlich in die Jahre gekommen. Es soll nahe der Grundschule durch ein neues Gebäude mit sieben Stellplätzen für die Fahrzeuge der Ortswehren Oldendorf, Benstorf und Osterwald ersetzt werden. Foto: Dana
Avatar2

Autor

Burkhard Reimer Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Ganz so reibungslos, wie man nach den vorangegangenen Beratungen sowohl mit den Verantwortlichen der Feuerwehr als auch in den zuständigen politischen Gremien hätte erwarten können – letztlich ging es ja doch nur mehr um den abschließenden Ratsbeschluss – , ließ sich der Tagesordnungspunkt „Zukünftige Feuerwehrplanung im Flecken Salzhemmendorf“ dann aber doch nicht abhaken.

Denn zeitlich vorgelagert war die übliche „Bürgeranhörung zu den Punkten der Tagesordnung“, die Alex Kaller dazu nutzte, seine Einwände gegen die Verlegung der Ortsfeuerwehr Osterwald ins geplante neue Feuerwehrhaus in Oldendorf und den damit verbundenen Verkauf des Gerätehauses in Osterwald vorzutragen.

„Wie“, lautete zum Beispiel eine der Sorgen des jungen Osterwalders, „steht es mit unserem Festplatz, wenn unser Feuerwehrhaus verkauft wird?“ „Wie“, fragte er weiter, „soll es mit unserer Kinderfeuerwehr weitergehen, wenn die Kinder künftig zu den Treffen von Osterwald nach Oldendorf gefahren werden müssen? Werden die Eltern dazu bereit sein? Werden sie überhaupt die Zeit dazu haben?“ Die gleichen Fragen stellten sich zweifellos, so Alex Kaller, auch für die Jugendfeuerwehr. Und auch die Mitglieder der Altersabteilung müssten dann die Wege von Osterwald nach Oldendorf auf sich nehmen.

„Soll das alles aufhören, bloß weil unser Feuerwehrhaus verkauft werden muss“, fragte er anklagend und redete sich schließlich regelrecht in Rage, als er die Frage nach den künftigen Zeiten zwischen Alarmierung der Feuerwehr und Eintreffen der Hilfskräfte am Einsatzort aufwarf. Denn seiner Meinung nach – und er habe das nachgerechnet – könne die bisher gültige sogenannte Hilfsfrist von acht Minuten dann nicht mehr eingehalten werden. Kaller warf den Ratsmitgliedern sowie Bürgermeister Clemens Pommerening „mangelndes Verantwortungsbewusstsein“ vor. Alex Kaller war hörbar erregt, als er schließlich fragte: „Sind ihnen die Bürger von Osterwald eigentlich völlig egal?“

Da sah sich Ratsvorsitzende Petra Haehnel dann doch veranlasst, den jungen Mann etwas zu bremsen. Er möge diese Fragen in einem eigenen Gespräch mit dem Bürgermeister klären, schlug sie vor.

Doch auch während der Ratssitzung wurde Alex Kaller schon die eine oder andere „Beruhigungspille“ angeboten. Es werde der Osterwalder Dorfgemeinschaft ja möglicherweise gelingen, das Gebäude selbst zu erstehen, um es dann für ihre Zwecke zu nutzen, gab Pommerening zu bedenken. Und hinsichtlich der Hilfszeiten erklärte der stellvertretende Gemeindebrandmeister, dass man sich deswegen in Osterwald keine Sorgen machen müsse. „Das ist alles längst geregelt“, versicherte Dirk Habenicht.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?