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Dorfentwicklung Thema bei Ideenwerkstatt

Ortsumgehung – und dann?

COPPENBRÜGGE / MARIENAU / BÄNTORF / DÖRPE. Derzeit werden noch Leader-Fördermittel beantragt, doch schon im Dezember oder Januar soll es losgehen mit der öffentlichen Ideenwerkstatt für die geplante Dorferneuerung in Coppenbrügge, Marienau, Bäntorf und Dörpe.

veröffentlicht am 03.08.2017 um 17:11 Uhr
aktualisiert am 03.08.2017 um 19:50 Uhr

Durchgangsverkehr in Coppenbrügge. Foto: pr
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Ende 2022 soll die Ortsumgehung Coppenbrügge und Marienau frühestens fertig sein. Auf der einen Seite können sich die betroffenen Anwohner dann auf weniger Verkehrslärm vor der eigenen Haustür freuen. Auf der anderen Seite ist dann aber vielfach unklar, wie sich die Ortskerne der plötzlich abseits vom ehemaligen Verkehrsstrom der Bundesstraße liegenenden vier Orter künftig entwickeln werden. Bedeutet doch weniger Durchgangsverkehr neben der größeren Ruhe auch weniger potenzielle Kunden in Coppenbrügge oder Marienau, die bei ihrer Reise über die B1 mal eben anhalten und ihre Besorgungen erledigen. Zusammen mit der Leibniz Universität Hannover plant Coppenbrügges Bürgermeister Hans Ulrich Peschka ein Projekt, an dem sich alle Coppenbrügger beteiligen sollen. Die notwendigen Vorarbeiten sind mit drei Vorabgesprächen mit Funktionsträgern und Multiplikatoren inzwischen abgeschlossen. Im Gegensatz zu vorangegangenen Dorferneuerungen – im Flecken Coppenbrügge hat es solche bereits in Bisperode, Behrensen und Hohnsen gegeben – soll es bei der bevorstehenden Dorferneuerung vorrangig um die Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum gehen: eine dringliche Notwendigkeit auch für Dörfer des Weserberglandes in Zeiten des demografischen Wandels. Auch richtet sich die aktuelle Dorferneuerung nicht an Einzelortschaften, sondern an Dorfverbände, die durch Veränderungen vor denselben Problemen stehen. Und bei die Dorferneuerung darf man sich nicht scheuen, alles infrage zu stellen: Selbst Abrisse von in die Jahre gekommenen Leerständen können in Erwägung gezogen werden und sind förderungswürdig. Voraussetzung für ein aktives Geschehen im Rahmen der Dorfentwicklung ist die Aufnahme in das Programm zur Förderung der Dorfentwicklung in Niedersachsen. Nach Auskunft des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, das federführend ist in der Mittelvergabe, ist es Aufgabe der Dorfentwicklung, „die ländlichen Siedlungen in ihrer charakteristischen Vielfalt zu erhalten, neuen funktionalen Anforderungen anzupassen und in die Landschaft einzubinden.“ In den Dörfern des Dorfentwicklungsprogramms werden Planungen, Umsetzungsbegleitung und Maßnahmen bezuschusst, die umfangreiche private und öffentliche Entwicklungsvorhaben initiieren. Darüber hinaus werden viele Vorhaben angestoßen und auf den Weg gebracht, die auf der eher ideellen Ebene einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Lebens auf dem Lande leisten. Durch die aktive Beteiligung und Einbindung der Betroffenen in den Planungsprozess – in Coppenbrügge nennt am es Ideen-Werkstatt – soll ein hohes Maß an Identifikation und Nachhaltigkeit erreicht werden. Engagierte Planer und Verwaltung sowie eine motivierte Dorfbevölkerung sollen so regelmäßig für eine erfolgreiche Umsetzung von Ideen und Initiativen in Arbeitskreisen sorgen.



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