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Oldendorf am Netz der Biogas-Wärme

Oldendorf (sto). Heizöl ist Schnee von gestern. Nun werden Lehrer und Schüler der Grundschule Oldendorf mit ökologischer Fernwärme verwöhnt. Lieferant ist die 2006 errichtete und von acht Landwirten aus der Region betriebene Biogasanlage Ahrenfeld/Oldendorf. Weitere Nutzer der Abwärme sind die Sporthalle sowie das TSV-Vereinsheim. In den nächsten Jahren soll auch die Kindertagesstätte Oldendorf angeschlossen werden.

veröffentlicht am 07.02.2010 um 19:36 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 13:41 Uhr

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Oldendorf (sto). Heizöl ist Schnee von gestern. Nun werden Lehrer und Schüler der Grundschule Oldendorf mit ökologischer Fernwärme verwöhnt. Lieferant ist die 2006 errichtete und von acht Landwirten aus der Region betriebene Biogasanlage Ahrenfeld/Oldendorf. Weitere Nutzer der Abwärme sind die Sporthalle sowie das TSV-Vereinsheim. In den nächsten Jahren soll auch die Kindertagesstätte Oldendorf angeschlossen werden.
 Der Schulstandort ist mit der Biogasanlage durch eine 1,8 Kilometer lange Biogasleitung verbunden. Die Wärmeversorgung erfolgt durch ein Biogas-Blockheizkraftwerk, das installiert wurde in einem kleinen Gebäude gegenüber der Schule und betreut wird von Heinrich Knoke. „Von der Umstellung der Heiztechnik auf Fernwärme erhoffen wir uns eine Kosteneinsparung von etwa 6000 Euro für die Grundschule und 4000 Euro für die Sporthalle“, betonte Detlev Fessenbecker bei einer Besichtigung des Blockheizkraftwerkes. Auch im Ausschuss für Schulen, Jugend, Senioren, Sport und Soziales hatte Salzhemmendorfs Gemeindekämmerer diese Zahlen genannt. Die Umstellung bringt laut eines Energieberichts eine CO2-Einsparung von etwa 93 Prozent für die Schule und etwa 62 Prozent für die Sporthalle.
 Voraussetzung für die Umstellung auf Fernwärme war eine energetische Sanierung der Schule nebst Hausmeisterwohnung, nämlich Dämmung der obersten Geschossdecke sowie Erneuerung von Fenstern. An Sanierungskosten waren rund 31 400 Euro entstanden. Hinzu kommen rund 103 500 Euro für den Fernwärmeanschluss an die Schule und rund 24 800 Euro für den Anschluss an die Sporthalle. Die Kostenbegleichung erfolgt zu 90 Prozent durch Mittel aus dem Konjunkturpaket II. Den Rest trägt der Flecken. Mit dem Anschluss des Schulstandorts an die Biogasanlage hat die Gemeinde einmal mehr ihr Konzept umgesetzt, verstärkt erneuerbare Energien zu nutzen. Angeschlossen an die Biogasanlage Ahrenfeld/Oldendorf ist bereits die Firma Logona; die Biogasanlage Lauenstein versorgt die Ith-Sole-Therme. „Im Flecken findet Energieerzeugung vor Ort statt, und die Energie bleibt in der Region. Besser geht es nicht“, betonte Horst-Friedrich Hölling, Geschäftsführer der Biogasanlage Ahrenfeld.
 Mit dem Energiekonzept hat sich die Gemeinde übrigens beim niedersächsischen kommunalen Klimaschutzwettbewerb 2010 beworben.

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