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Unabhängige Wählergemeinschaft stellt für die Wahl ebenfalls einen eigenen Kandidaten auf

Noch mehr Konkurrenz für den Bürgermeister

Coppenbrügge (ist). Jetzt ist beschlossene Sache, was bislang Gerüchteküche und Spekulation war: Bei der Gemeindebürgermeisterwahl im September des kommenden Jahres werden drei Kandidaten um die Stimmen der Bürger kämpfen. Nachdem die SPD bereits im Sommer Ute Fehn – in den letzten Jahren lokalpolitisch eher unauffällige Genossin – als Überraschungskandidatin gegen den amtierenden Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka (CDU) präsentierte, meldet jetzt die Unabhängige Wählergemeinschaft ebenfalls Ansprüche auf das höchste Amt im Coppenbrügger Rathaus an.

veröffentlicht am 31.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 23:21 Uhr

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Nach einstimmigem Beschluss der Hauptversammlung am vergangenen Freitag wird die UWG im Flecken Coppenbrügge erstmals seit Gründung 2001 einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufstellen, ohne sich jedoch vorerst personell festzulegen.

„Erstens sind wir mit 85 eingetragenen Mitgliedern die zahlenstärkste Wählergemeinschaft im Landkreis“, begründet der einstimmig gewählte neue Vorsitzende Klaus-Dieter Dohme den Beschluss. „Während – zweitens – den etablierten Parteien die Mitglieder davon laufen, erfahren wir zunehmend mehr Rückhalt in der Bevölkerung, was sich in bereits zehn Neueintritten in diesem Jahr dokumentiert.“ Warum, wenn nun die SPD einen eigenen Kandidaten aufstelle, nicht auch die UWG? Und dies vor allem, weil sich scheinbar allein die Unabhängigen Wähler während der vergangenen fünf Jahre um Versprochenes betrogen fühlten. CDU und FDP seien seit über dreißig Jahren wie Motorrad mit uneigenständigem Beiwagen unterwegs. Mit einer einzigen Ausnahme stelle die CDU ohne Rücksicht auf die Stimmenverteilung der Bürger alle Ortsbürgermeister in der Gemeinde, als wäre der Flecken ihr Eigentum.

Die SPD schließlich habe es sich in allgemeiner Zustimmung in den Räten bequem gemacht, ohne durch eigene Eckpunkte Profil zu zeigen. Opposition, vor allem hinsichtlich unverantwortlicher Finanzpolitik mit hausgemachter Überschuldung, komme nur von den UWG-Vertretern Dohme im Gemeinde-, Ludwig Langwost und Wolfgang Feuerhake im Coppenbrügger beziehungsweise Brünnighäuser Ortsrat. Eine Rekordkreditaufnahme an der 9-Millionen-Eurogrenze bei gleichzeitigem Sparen an Straßen, Brücken und Kanälen, dazu der Schuldvorwurf an Land und Bund wegen zu geringer Mittelzuweisung an die Kommunen: „Was hier seit fünf Jahren in Einvernehmlichkeit von CDU, FDP und SPD abgeht, würde beim einfachen Bürger private Insolvenz bedeuten. Das ist ein Fall für die Staatsanwaltschaft!“ so Dohme.

Das Wahlprogramm der Unabhängigen Wähler werde im März 2011 radikale Lösungsvorschläge zur Schuldenreduzierung vorstellen, deren Umsetzung vordringlichstes Ziel eines UWG-Bürgermeisters und einer stärkeren UWG-Vertretung in den politischen Gremien nach der Kommunalwahl sein werde. Demonstrative Zustimmung ohne Einschränkung und Diskussionsbedarf gab es im rappelvollen Saal im Gasthaus zum Ith nach Dohmes Ausführungen. Nahezu einstimmig auch die weiteren Vorstandswahlen und damit geglückter Generationenwechsel bei weiterhin punktgenauer Frauenquote: Martin Schlobich (35) wird erster, Mark Zukowski (31) zweiter Stellvertreter des Vorsitzenden. Schatzmeisterin Bianca Blaser, Schriftführerin Christa Steins und Kornelia Zukowski, Vorsitzende der Aktiven Frauen, werden in ihren Ämtern bestätigt. Mit Dank für seinen Einsatz als Erster Vorsitzender seit 2001 wird Herbert Börns zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Der überdimensionierte Smiley, den Dohme zu Veranstaltungsbeginn an der Wand drapiert hat, solle den freundschaftlichen Umgang der UWGler miteinander symbolisieren, sagt er, stehe aber auch für deren Selbstbewusstsein. Man sehe den Kommunalwahlen durchaus lächelnd entgegen.



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