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Vereine fördern gemeinsam den Tourismus vor Ort / Wanderer kommen sogar aus dem Rheinland

Noch mangelt es an genügend Unterkünften

Osterwald/Salzhemmendorf (gök). Mit großer Resonanz hatte der Arbeitskreis Saaletal bei seiner Gründung nicht gerechnet. Heute, etwa sieben Jahre später, ist der Zusammenschluss eine feste Größe, mit der man vor allem beim Thema Wandern rechnen kann. Damals schlossen sich die Heimatvereine der Gemeinde Salzhemmendorf unter Beteiligung von Clemens Pommerening als Gemeindevertreter zusammen. Auch der Verein Dorfkultour aus Wallensen, die Naturfreunde aus Lauenstein und der Grenzbeziehungsverein aus Oldendorf sind im Arbeitskreis vertreten. Von Beginn an ist Lutz Jaenicke aus Osterwald – zugleich auch Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Osterwald – der Sprecher des Arbeitskreises, der regelmäßig zu Treffen einlädt. Dabei werden mitnichten nur Wanderungen organisiert. Bei den Zusammenkünften im Rathaus, zu denen Clemens Pommerening als Gemeindevertreter und zwei Vereinsvertreter eingeladen werden, geht es inhaltlich um die Leader-Projekte des östlichen Weserberglands, wie etwa das Osterwalder Museum oder der Glasstelenweg, an denen sich der Arbeitskreis beteiligt.

veröffentlicht am 05.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 00:41 Uhr

Horst Lehmann führt eine Wandergruppe von Kloster Wülfinghausen
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Das Hauptaugenmerk aber liegt auf der Vermarktung beziehungsweise dem Ausbau der Wanderwege in der Gemeinde. Mit der Aufnahme des Arbeitskreises entstand auch die Idee eines Gemeindewandertages. Noch die ersten beiden endeten in der Salzhemmendorfer Grillhütte, ehe man darauf kam, jeden Verein einmal in den Genuss eines Abschlusses kommen zu lassen. Denn mit über 300 Personen pro Veranstaltung gibt es natürlich auch einen nicht unwesentlichen Umsatz beim Abschluss des Gemeindewandertages. Schnell war man sich auch einig über die Form der Wanderungen. Ab dem zweiten Gemeindewandertag gab es die immer noch durchgeführte Sternwanderung, die durch die Gemeindeteile führt.

Am wichtigsten war dem Arbeitskreis von Anfang an der Wohlfühlfaktor. In angenehmer Atmosphäre sollten die Besucher die Orte kennenlernen, sich begeistern und möglichst wiederkommen. Um Informationen über die Zusammensetzung der Teilnehmer zu bekommen, hat Clemens Pommerening eigens Fragebögen gefertigt, die von den Veranstaltungsteilnehmern ausgefüllt werden. Mit diesen Bögen ermitteln die Veranstalter unter anderem den Herkunftsort der Wanderer. „Mittlerweile kommen rund 50 Prozent der Teilnehmer nicht aus dem Gemeindegebiet. Selbst aus dem Rheinland waren in diesem Jahr Leute dabei“, sagt Lutz Jaenicke. Immer wieder komme auch eine Wandertruppe aus Hameln, die „unsere schönen Heimatorte erwandern will“. In diesem Jahr führte der sechste Gemeindewandertag sternförmig nach Osterwald. Angeboten wurden fünf Wanderrouten und eine Radtour. Dabei ging es unter anderem durch das Saaletal, am Ith entlang oder – passend – durch den Osterwald. Die Planung des Gemeindewandertages beginnt schon mehr als ein Jahr vorher. Festgelegt wird dann zunächst der Termin für das kommende Jahr. Am 18. September 2012 wird Oldendorf das Ziel sein.

Neben der Planung des Leader-Projektes Ith-Hils-Wanderweg will der Arbeitskreis sich ein weiteres Standbein schaffen. Schwerpunkt sollen dabei Ortsbegehungen nach dem Vorbild des Leader-Projektes Zeitreise werden. In dem Projekt, das im vergangenen Jahr endete, hatten Arbeitsgruppen historische Ortsrundgänge ausgearbeitet. In vielen Orten haben sich Personen gefunden, die interessierte Besucher durch die Dörfer führen.

Wenn die Touristen, die mit den Aktionen angelockt werden sollen, erst einmal da sind, ist man noch längst nicht am Ziel, denn es gibt noch einige Unzulänglichkeiten zu lösen. Probleme sieht Lutz Jaenicke vor allem in der Gastronomie und Unterbringung: „Es gibt kaum noch Einkehrmöglichkeiten für Wanderer, hier muss etwas passieren, wenn man touristisch nach vorne kommen will.“



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