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Kommt jetzt Bewegung in die Nachnutzung? / Lauensteiner wollen nach den Ferien konkret werden

Noch ist das Kapitel Schule nicht beendet

Lauenstein. Was wird aus der alten Schule? Diese Frage ist auf dem besten Weg, rekordverdächtig zu werden, wurde sie in Lauenstein doch schon unzählige Male gestellt. Eine Antwort konnte bislang niemand geben. Stattdessen herrschte Ratlosigkeit. Bei einigen Bürgern mag es auch Desinteresse gewesen sein, wie eine spärlich ausgefallene Fragebogenaktion vermuten ließ. Ortsbürgermeister Horst Wichmann befürchtete eine „unendliche Geschichte“ (wir berichteten). Am Mittwochabend jedoch kam Bewegung in das seit fast zwei Jahren bestehende Dauerthema.

veröffentlicht am 26.09.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:21 Uhr

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Einige Lauensteiner Bürger haben nämlich bekundet, die Nachnutzung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes auf den Prüfstand zu stellen und Möglichkeiten zu erarbeiten, inwieweit das Gebäude an der Ithstraße 3 von der Dorfgemeinschaft genutzt werden könnte. „Wir freuen uns, dass sich Bürger gefunden haben, die ein Nutzungskonzept erstellen wollen“, betonte Wichmann. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte der Ortsrat „das Buch leider zuklappen“ müssen. Langfristig betrachtet sehe der Ortsrat einen Bedarf an Räumen für die Dorfgemeinschaft. Es wäre deshalb schade, müsste das Projekt „Nachnutzung“ aufgegeben werden. Um die Bürger aufzurütteln, hatte das Gremium am Mittwochabend zu einer Bürgerversammlung eingeladen. „Das Projekt kann nicht allein vom Ortsrat umgesetzt werden“, appellierte der Bürgermeister. Zum Hintergrund des Gebäudes: 1890/1891 auf dem ehemaligen Vorwerksgelände errichtet, diente es zunächst als Schule. Mit dem Anbau 1959 wurde das rote Backsteingebäude zur „alten Schule“.

Unterricht fand dort nur noch in der unteren Etage statt. In der oberen Etage entstanden zwei Wohnungen, die vermietet wurden. 2005 wurde darüber hinaus ein kleines Heimatmuseum eröffnet. Auch ist im ersten Geschoss die Ortsbücherei eingerichtet. Noch, wohlgemerkt, denn mit Schließung der Ernst-Rudorff-Grundschule in diesem Sommer gerät der Weiterbestand in Gefahr. Die Gemeinde, Eigentümerin des Hauses, hat das Objekt zum Verkauf ausgeschrieben. Bislang ohne Erfolg. Sollte die Dorfgemeinschaft Interesse an den Räumlichkeiten haben, muss der Gemeinde ein Nutzungskonzept vorgelegt werden. Nach Plänen einer vom Ortsrat beauftragten Architektin könnten die Räume umgestaltet werden zu einer Veranstaltungs- und Begegnungsstätte für Alt und Jung. Das Heimatmuseum könnte in den Räumen integriert werden. Aus den beiden ehemaligen Klassenzimmern könnte ein etwa 100 Quadratmeter großer Raum entstehen, ein kleinerer Raum böte sich als Seminarraum an. Eine erste Kostenschätzung belief sich auf rund 130 000 Euro.

Diese Summe sei von der Gemeinde nicht zu wuppen. Woher also das Geld nehmen? Auch damit soll sich die Bürger-Arbeitsgemeinschaft zur Nachnutzung des Gebäudes befassen. Sie will sich nach den Herbstferien konstituieren. Sinnvoll sei es, einen Investor zu suchen und mit ihm gemeinsam über die Nutzung durch einen Verein zu sprechen, schlug Reinhold Breyer vor. Günter Wendlandt nahm die Gemeinde in die Pflicht. „Wenn sie ehrlich mit uns umgeht, sollte sie dem noch zu gründenden Verein die Nutzungsrechte übertragen“, appellierte der Lauensteiner. Die Mieteinnahmen aus den beiden Wohnungen könnte der Verein dann in den Erhalt des Hauses investieren. Noch sind alle Möglichkeiten offen.

Wer mitmachen möchte in der Arbeitsgemeinschaft, kann sich an den Ortsrat oder an Günter Wendlandt wenden. Für den Schulanbau wird eine Nachnutzung ausgeschlossen, sodass er vermutlich abgerissen werden muss.sto



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