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Neue Details zu den Plänen der Firma Klindworth auf dem Wienerberger-Gelände in Osterwald

Noch 2012 soll Solaranlage in Betrieb gehen

Osterwald (sto). Vor etwa zehn Jahren hatte die Firma Wienerberger den Betrieb ihrer Ziegelei eingestellt. Seitdem liegt das Gelände brach. Nun gibt es wie berichtet Pläne eines Investors auf Nachnutzung in Form einer Photovoltaikfreiflächenanlage, die bereits im Bauausschuss sowie im Ortsrat Osterwald vorgestellt wurden. Wegen der bisher offenen Frage, ob der Forstverwaltung für das mitten im Wald gelegene Areal ein Vorkaufsrecht eingeräumt sei, hatten Osterwalds Kommunalpolitiker ihre Stellungnahme bis zur Klärung verschoben.

veröffentlicht am 07.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:21 Uhr

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War das Gremium bislang davon ausgegangen, dass Wienerberger die Ziegelei verkauft hat, wurde es nun in seiner Sitzung am Freitagabend eines besseren belehrt. Denn nach wie vor ist die Wienerberger-Gruppe die Eigentümerin. „Es gab keinen Verkauf, lediglich eine Umbenennung der Gesellschaft“, betonte Gerd Peters, Freund und Berater des Investors Friedhelm Klindworth von der Firma Klindworth (Klein Meckelsen). In dem Antrag an die Gemeinde war als Eigentümerin die Fa. TFV GmbH & Co. KG, Elze, angegeben.

Neu war für die Ortsratsmitglieder auch, dass Klindworth das Gelände nicht kaufen, sondern pachten möchte. Vorgesehen ist ein auf 50 Jahre angelegter Pachtvertrag. Erben, die den Vertrag erfüllen können, seien vorhanden, so der Investor, der übrigens nicht als solcher bezeichnet werden möchte, da es sich seiner Meinung „zu großspurig“ anhöre. Ein Verkauf der Ziegelei erübrigt sich nun durch den Pachtvertrag. Ein ehemals vertraglich beschlossenes Vorkaufsrecht der Forstverwaltung ist mittlerweile erloschen, wie seitens der Verwaltung festgestellt wurde.

Klindworth macht die Installation der Solaranlage davon abhängig, dass die Eigentümerin das Gelände einschließlich des großen Schornsteins zurückbaut, was teilweise bereits geschehen sei, wie Planerin Dagmar Renneke, Bremen, berichtete. Noch in diesem Jahr will der Investor die Anlage aufstellen und in Betrieb nehmen. Zunächst muss jedoch eine umfangreiche Bauleitplanung erfolgen, der Flächennutzungsplan geändert und ein Vorhaben bezogener Bebauungsplan aufgestellt werden. Rund 25 Behörden müssen innerhalb einer Frist ihre Stellungnahmen abgeben, so Bauamtsleiter Wolfgang Kapa. Anschließend erfolge die Bürgerbeteiligung. Dann muss das Vorhaben vom Gemeinderat Salzhemmendorf beschlossen werden.

Bevor all diese Maßnahmen jedoch in Gang gesetzt werden können, muss der Verwaltungsausschuss Mitte dieser Woche über das Vorhaben beschließen. Sollten die Pläne befürwortet werden, kann der Startschuss erfolgen.

Der Ortsrat hat sich mit einer Stimmenthaltung von Marvin Döbler (SPD) für das Vorhaben ausgesprochen. „Wir haben die Möglichkeit, das Gelände weiterhin verfallen zu lassen oder der Anlage zuzustimmen, was in dem Fall wohl die bessere Alternative ist“, betonte Walter Kramer (SPD). Auch Ortsbürgermeister Torsten Hofer (SPD) stimmte dem zu. Ebenso die CDU-Ortsratsmitglieder. „Wir wollen, dass die Brache wegkommt“, betonte Axel-Michael Wahner. Positiv anzusehen sei auch, dass durch die Solaranlage kein Lkw-Verkehr erforderlich sei, wie damals bei dem Ziegeleibetrieb. Sollte der Verwaltungsausschuss zustimmen, werden auf der rund fünf Hektar großen Gesamtfläche aufgeständerte Solarmodule errichtet, um regenerative Energien zu erzeugen. Die bestehenden weiträumig versiegelten Flächen werden weiterhin genutzt. Die Einspeisung erfolge über vorhandene Anschlüsse. Tiefbauarbeiten seien nicht erforderlich. „In der Planung ist der jetzige Status zu berücksichtigten“, so Dagmar Renneke. Wo die Gesellschaft ihren Sitz haben soll, steht noch nicht fest. „An den Gewerbesteuern jedoch wird die Gemeinde anteilsmäßig beteiligt“, sagt Gemeindebürgermeister Martin Kempe.



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