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Traditionshaus Lauensteiner Hof hat wieder geöffnet

Neustart als Kneipe

veröffentlicht am 06.09.2016 um 16:33 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:10 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Die neuen Eigentümer sind Rolf und Dorothea Dietel, Gastwirtsleute aus Bielefeld. „Ich habe das Haus auf einer Immobilien-Seite im Internet gesehen und war sofort begeistert“, betont der Gastwirt. Eigentlich wollte er sich mit seiner Frau im Harz ein Kaufobjekt suchen – wegen der guten Luft und der schönen Landschaft. Bei seiner Recherche sei er dann aber auf Lauenstein gestoßen. Alles habe gepasst, sogar die schöne Landschaft. Einen weiteren Ausschlag zum Kauf habe der Gewölbekeller im Haus gegeben, der einer Krypta ähnelt und aus dem Jahr 1543 stammt. Der Kaufvertrag wurde kurze Zeit später geschlossen. Das war erst im Juli 2016. Kurz danach zogen die „Neuen“ ein in das Haus, das mehr als 100 Jahre als Wirtshaus betrieben worden war – erst von Edda Heises Großeltern mit Ausspannstation für Pferde, dann von ihren Eltern und von 1981 bis 2012 von ihr selbst. 1836 war das Gebäude der Wohnsitz des Amtsrichters. Ein Hotel soll der „Lauensteiner Hof“ nicht mehr werden, haben sich Rolf und Dorothea Dietel vorgenommen. Auch kein Restaurant. Zumindest vorerst nicht. Vielleicht später mal.

„Wir möchten zunächst eine Gastwirtschaft mit Pension betreiben“, erläutert die Gastwirtin. Eine Art „kleine Kneipe“, wie sie früher auf den Dörfern zu finden war und wie sie Peter Alexander einst besungen hat – mit dem Mittelpunkt der Theke, an der die Bürger und die Übernachtungsgäste stehen und bei einem frisch gezapften Feierabendbierchen interessante Neuigkeiten austauschen. Kleine Snacks, beispielsweise hausgemachte Frikadellen, soll es auch geben. „Vielleicht auch einen Eintopftag“, überlegt Rolf Dietel. Noch sei „alles offen“. Die Kneipe sei der Start. Wenn ihr Konzept funktioniert, möchten Dietels im kommenden Jahr einen Biergarten anlegen.

Stammgäste des „Lauensteiner Hofes“, als er noch unter der Regie von Edda Heise lief, haben bei der Wiedereröffnung festgestellt, dass sich nichts verändert hat an dem Mobiliar. „Das ist unsere Absicht, denn viele Leute stehen auf Nostalgie und Retro.Und außerdem möchten wir ein Stück Tradition bewahren“, betont der Gastwirt. Geöffnet hat die Kneipe montags, mittwochs und donnerstags von 17 bis 1 Uhr, freitags bis sonntags von 11 bis 1 Uhr. Dienstags ist Ruhetag.

Im Gegensatz zum „Lauen-steiner Hof“ wurde für das Traditionsgasthaus „Deutsches Haus“ in Osterwald noch kein Käufer gefunden. August und Rosemarie Breves hatten das Deutsche Haus, das sich seit 1848 im Familienbetrieb befand, aus Alters- und gesundheitlichen Gründen geschlossen. Eine Gaststätte dieser Art gibt es seitdem im Bergort nicht mehr. Als kleine Alternative wurde von Bürgern im vergangenen Jahr die ehrenamtlich betriebene Bier- und Weinstube „Steigerklause“ eröffnet.

Auch in Wallensen steht ein Traditionsgasthaus leer. Es wurde im Juni dieses Jahres geschlossen – nach dem Tod der Betreiberin.



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