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200 Konfirmanden aus dem Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld erleben vielseitiges Angebot

Neues wagen – in der Gemeinschaft klappt das besser

WOHLDENBERG. „Konfirmandenunterricht einmal anders zu erleben, mit „bewegenden Aktivitäten“, wie es Joris Niklas Martens auf den Punkt bringt, kommt bei dem 13-Jährigen aus der Kirchengemeinde St. Nicolai Coppenbrügge gut an. Sie genießen das Sportangebot – und nicht zuletzt die kniffeligen Rätsel im Escape-Room rund um das Thema Luther.

veröffentlicht am 06.11.2017 um 08:28 Uhr

Das Konfi-Camp auf dem Wohldenberg kommt gut an bei den Konfirmanden aus der Gemeinde Coppenbrügge. Foto: Konrad-Nöhren

Es fordert schon Kombinationsgeschick, denn die Fragen sind aufeinander aufgebaut und nach und nach zu lösen. Nur gemeinsam ist das Ziel zu erreichen. Das Konfi-Camp findet zum ersten Mal statt und wird als Konfirmandenunterricht gewertet. Es steht ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums, und den Jugendlichen wird einen Tag lang ein buntes Programm rund um die Reformationszeit, Martin Luther und das Mittelalter geboten.

Möglich gemacht haben dieses vielschichtige Angebot zu 500 Jahren Reformation die Diakone Frank Rüffer und seine Kolleginnen Melanie Voß und Katja Knop vom Kirchenkreisjugenddienst Hildesheimer Land-Alfeld. An vier Tagen kommen 200 Konfirmanden und Vorkonfirmanden aus dem Kirchenkreis Hildesheimer Land auf den Wohldenberg, freut sich Melanie Voß.

Die drei hauptamtlichen Betreuer werden dabei von 15 Ehrenamtlichen unterstützt. „Sonst wäre das Camp so auch nicht durchführbar“, ergänzt die Diakonin.

Im Garten der Jugendbildungsstätte des Bistums Hildesheim sind mehrere Stationen mit Bewegungsspielen aufgebaut. Hier sollen sich die Konfirmanden in der Gemeinschaft kreativ und gezielt mit der Reformationszeit und Martin Luther auseinandersetzen. Es gibt unter anderem eine Feuerstelle, auf der Stockbrot gebacken wird, Stände, an denen Kreuze zugeschnitten oder kleine Gefäße getöpfert werden können. An einem anderen Stand haben die Konfis die Möglichkeit, wie zu Luthers Zeiten mit einem Linoleumschnitt das Lutherwappen zu drucken.

Im Haus ist der sogenannte „Escape-Room“ der Renner. In diesem Rätselraum sollen Fragen, die aufeinander aufbauen, in 45 Minuten gelöst werden. Insgesamt gibt es 15 Stationen, von denen mindestens zehn bewältigt werden müssen. Nebenbei sind Bereiche zum Fußball- oder Basketball spielen sehr begehrt.

„Neues ausprobieren, Bewährtes neu entdecken, das sind Herzstücke der Reformation“, sagt Frank Rüffer. Das sei im alltäglichen Zusammenleben auch heutzutage noch aktuell, ergänzt der Diakon aus Bockenem. „Wir wollen den Konfirmandinnen und Konfirmanden Gelegenheiten bieten, Neues zu wagen – sowohl zu Gott als auch zu sich und seinen Mitmenschen“. Dabei soll der Spaß natürlich nicht zu kurz kommen.

Das Konzept der Diakone scheint aufzugehen, denn das Konfi-Camp kommt bei den Jugendlichen gut an. Auch bei Thore Schrader. Die schöne Umgebung und das abwechslungsreiche Angebot gefallen mir gut“, sagt der Konfirmand aus Dörpe. Das Konfi-Camp ist jeden Tag gleich aufgebaut und endet auf der Terrasse, mit Musik und einem gemeinsamen Gottesdienst, in dem noch einmal die Lutherrose – das Wappen Martin Luthers – im Mittelpunkt steht. red

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