weather-image
Feuerschutzausschuss diskutiert Etat / Mehrheitsgruppe will Geld umschichten

Neues Fahrzeug soll 2018 kommen

SALZHEMMENDORF. „Der Etatentwurf Haushalt 2018 für den Flecken Salzhemmendorf ist sehr eng gestrickt.“ Mit diesen Worten stellte Kämmerer Thomas Hölscher dem Ausschuss für Feuerschutz und Ordnung jetzt bei dessen Sitzung im Schulungsraum des Feuerwehrhauses den Entwurf der Haushaltssatzung vor. Dennoch soll 2018 ein neues Feuerwehr-Fahrzeug angeschafft werden.

veröffentlicht am 02.11.2017 um 17:07 Uhr

Fahrer gesucht: Den Salzhemmendorfer Wehren gehen die Fahrer der Einsatzfahrzeuge mit Lkw-Führerscheinen aus. Foto: dpa
Joachim Zieseniß

Autor

Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Ein Haushaltsausgleich sei auch im kommenden Jahr nicht zu erreichen. Das aber müsste spätestens im darauffolgenden Jahr 2019 der Fall sein. So sieht es die Anfang dieses Jahres mit den Aufsichtsbehörden des Landes Niedersachsen und des Kreises Hameln-Pyrmont getroffene Vereinbarung vor. Um dieses Ziel erfüllen zu können, dürfe das für 2018 zugestandene Defizit in Höhe von knapp 500 000 Euro auf keinen Fall überschritten werden, so der Kämmerer.

Bei der anschließenden Vorstellung der Mittelansätze für den Bereich „Feuerschutz und Ordnung“ wurde jedoch deutlich, dass hier die finanziellen Planungen den Rahmen nicht über die Maße belasten werden. So stehen im Produkt für öffentliche Sicherheit und Ordnung zwar Aufwendungen von 158 900 Euro nur Erträge von 37 800 Euro gegenüber.

Kämmerer Hölscher erklärt dazu jedoch, dass dieser Bereich immer hoch defizitär sei, da es hier kaum Möglichkeiten gäbe, Erträge zu generieren. Die größten Zuwendungen in Höhe von 27 000 Euro gab es hier für Flüchtlingsangelegenheiten, die vom Flecken erledigt werden. Hier wird im kommenden Jahr sogar eine Erhöhung der Zuweisungen von 6700 Euro seitens des Kreises erwartet. Den größten Aufwendungsposten mit 136 600 Euro sind für Personalkosten eingeplant. Hier wird sogar eine Steigerung von gut 15 000 Euro erwartet.

Im Bereich Freiwillige Feuerwehren hat sich im Zahlenwerk nur wenig im Vergleich zum Vorjahr verändert. Dort sind Aufwendungen in Höhe von 279 900 Euro im Haushalt eingeplant. Bei den Aufwendungen soll im kommenden Jahr der Posten für Aus- und Fortbildung ausgeweitet werden. Der Grund: Den Wehren im Flecken gehen die Fahrer der Einsatzfahrzeuge mit Lkw-Führerscheinen aus. Der Grund: Einst bei der Bundeswehr gemachte Lkw-Führerscheine laufen aus, außerdem fallen immer mehr Fahrer durch Alter aus. So sind im kommenden Haushaltsjahr 2000 Euro für Führerscheinausbildungen vorgesehen. Ausschussmitglied Karsten Appold kündigte für die Grünen an, dass diese den Betrag sogar noch verdoppelt wissen wollen.

Im investiven Bereich ist die Ersatzbeschaffung von zwei in die Jahre gekommenen Tragkraftspritzen im Haushalt vorgesehen. Hierfür sind 13 500 Euro in den Haushalt eingestellt worden; zusätzlich sind noch alte Haushaltsmittel verfügbar, sodass Lauenstein und Ahrenfeld mit neuen Tragkraftspritzen ausgerüstet werden sollen.

Eine Diskussion und eine Ankündigung der Mehrheitsgruppe gab es im Ausschuss über die Finanzierung eines neuen Tanklöschfahrzeuges für Wallensen und die Einstellung eines weiteren Teilbetrages für das neue Gemeinschaftsfeuerwehrhaus Oldendorf. Für die Ersatzbeschaffung des Wallenser Fahrzeuges sind im Haushaltsplan als zweiter Teilbetrag 100 000 Euro vorgesehen. Das würde aber für die Neuanschaffung eines Tanklöschfahrzeuges nicht ausreichen. Für den Bau des Gemeinschaftsfeuerwehrhauses in Oldendorf ist für 2018 ein weiterer Teilbetrag von 150 000 Euro eingeplant. Damit ständen dann an Baukosten 650 000 Euro bereit – ebenfalls zu wenig zur Umsetzung des Projektes.

Torsten Hofer (SPD) und Karsten Appold (Grüne) gaben deshalb als Ergebnis der Finanz-Klausurtagung der Mehrheitsgruppe bekannt, dass man sich dafür stark machen werde, für das Wallenser Fahrzeug im kommenden Haushaltsjahr 80 000 Euro von der Oldendorfer Hochbaumaßnahme abzuzweigen, um 2018 erst einmal das neue Feuerwehr-Fahrzeug anzuschaffen. Hofer: „Dann haben wir das wenigstens schon erledigt.“

Im Bereich Katastrophenschutz sind die Kosten mit nur 200 Euro traditionell gering. Unverändert bleiben mit knapp 8000 Euro die Kosten für Maßnahmen der Gesundheitspflege. Hierzu merkte Fachbereichsleiter Andreas Hilmer in der Sitzung aber an, dass in diesem Jahr die Kosten für die Rattenbekämpfung durch die Saale-Hochwasser gestiegen seien. Hier sei die Entwicklung abzuwarten.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare