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Heimatforscher Gernot Hüsam hat einen Fotoband zusammengestellt

Neuer Bildband über den schönen Ith

COPPENBRÜGGE. Bei seinen Wanderungen durch den Ith trifft Gernot Hüsam immer wieder alte Bekannte – beispielsweise den „Wackelstein“, „Adam und Eva“ oder den „Fahnenstein“. Viele Male hat Coppenbrügges Heimatforscher seine Begegnungen mit der Kamera festgehalten. Aus den Fotos hat er nun eine Bildband erstellt.

veröffentlicht am 04.12.2018 um 12:24 Uhr
aktualisiert am 04.12.2018 um 13:10 Uhr

Der Heimatforscher sieht hier einen „sitzenden Hund mit Hängeohren“. Foto: Privat
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Ebenso kleine Höhlen, die Vegetation oder historische Gebäude, auf die der Naturfreund beim Spaziergehen trifft. In diversen Vorträgen, die er beispielsweise im Museumsverein Coppenbrügge hält, lässt er die Öffentlichkeit in Wort und Bild an seinen Streifzügen teilhaben. Einen Teil seiner vielen Fotografien hat Hüsam nun in einem Buch zusammengetragen. Jedes Foto erklärt er mit anschaulichen Informationen. Spannend: In seinem Bildband mit dem Titel „Bildschöner nördlicher Ith – ein faszinierender Gebirgszug im Weserbergland“ setzt sich der Chronist mit dem bereits genannten Gestein auseinander. Seine Theorie: In die Felsen könnten Gesichter eingearbeitet sein – erschaffen von Menschenhand.

„Vielleicht sind es Zeugnisse des sich selbst erkennenden, denkenden Menschen?“, mutmaßt Hüsam. Eines Menschen, der sich und die Schöpfung um ihn herum als im Kern geistig geschaffen erkannt habe. Hüsam weiß, dass seine Interpretationen zu den Motiven an den Felsen oder überhaupt die Existenz der Felsgesichter als Menschenwerk von vielen Leuten infrage gestellt oder abgelehnt werden. Werde davon ausgegangen, dass die Bilder durch natürliche Verwitterung entstanden seien, bleibe doch das Faktum, dass Menschen in Vorzeiten diese Bilder in den Felsen erkannt und sie deshalb verehrt haben könnten. Ähnliche Motive und Gesichter gebe es beispielsweise auch an den Externsteinen, im Sauerland an den Bruchhäuser Steinen sowie im Harz. Auch Gesichter von Tieren sind in Felsen eingearbeitet. Auf dem Weg zur „Teufelsküche“ beispielsweise trifft Hüsam einen sitzenden Hund mit Hängeohren. Hoch über ihm im Wald versteckt, stehen die „Steine der Weisen“ am Wackelstein. „Ob der Hund sie vielleicht bewachen soll?“, fragt der Heimatforscher. Seit 1987 beschäftigt sich Hüsam mit den Felsengesichtern an den Klippen des Nordiths. Für ihn stellen sie ein Relikt des untergegangenen heidnischen Heiligtums dar. Der 1013 überlieferte Bergname „Koppenberg“ als „Köpfeberg“ ist für den Heimatforscher ein Beleg seiner Theorie.


Das 82 Seiten umfassende Buch ist bei Amazon zu bestellen oder bei Gernot Hüsam direkt.

Gernot Hüsam mit seinem Buch „Bildschöner nördlicher Ith“. Foto: privat
  • Gernot Hüsam mit seinem Buch „Bildschöner nördlicher Ith“. Foto: privat


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