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Erste Jugendliche eingezogen / „Bedarf für die Unterbringung von Flüchtlingen nicht mehr da“

Neuer Anfang im ehemaligen Catharinenhof

OLDENDORF. Blass ist er noch erkennbar – der Schriftzug „Hotel“ am ehemaligen Catharinenhof. Aus dem Gebäude ist eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung geworden, in die bereits die Ersten eingezogen sind.

veröffentlicht am 30.01.2017 um 13:00 Uhr
aktualisiert am 30.01.2017 um 18:10 Uhr

n das ehemalige Hotel Catharinenhof in Oldendorf ist eine Wohngruppe für Kinder und Jugendliche eingezogen. Bereits seit Dezember ist die neue Einrichtung in Betrieb.
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Wie berichtet, endete der Vertrag mit der Pächterin des Hotels Ende August 2016. Im September starteten die Umbauarbeiten. Der Landkreis Hameln-Pyrmont suchte seinerzeit vornehmlich eine Unterbringung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und holte den Jugendhilfeträger St. Ansgar aus Hildesheim ins Boot. Im Catharinenhof ist nun eine Wohngruppe für Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren untergebracht; Jungen wie Mädchen.

Seit Dezember läuft der Betrieb und die ersten sieben Kinder und Jugendlichen sind bereits eingezogen. Bisher reicht die Altersspanne von 12 bis 16 Jahren. Insgesamt gibt es in der Wohngruppe in Oldendorf zehn Plätze.

Allerdings gibt es auch eine Änderung zu den ursprünglichen Erwartungen. „Der Bedarf für die Unterbringung von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen ist gar nicht mehr da“, sagt St.-Ansgar-Gesamtleiter Wolfgang Almstedt. Wer erwartet, in Oldendorf hauptsächlich Flüchtlingskinder zu sehen, liegt also falsch. Die Kinder und Jugendlichen in der Wohngruppe können zwar durchaus ausländische Wurzeln haben, aber ebenso gut aus Deutschland stammen.

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Früher frühstückten hier Hotelgäste, nun gibt es nur noch einen großen Gemeinschaftstisch. Foto: ms

Im späten Frühjahr soll es eine offizielle Eröffnung der Wohngruppe geben.

Bei einem Besuch vorab konnten sich bereits Vertreter des Ortsrates ein Bild von der Einrichtung machen. Dabei berichteten sie, dass viele Oldendorfer sich fragten, ob denn der Betrieb bereits losgegangen sei. Man sehe zwar Licht, aber bisher seien keine Jugendlichen aufgefallen. Das werten sowohl Erziehungsleiter Werner Kochanski als auch die Mitglieder des Ortsrates als gutes Zeichen, ist doch – wie berichtet – im Vorfeld der Plan, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Oldendorf unterzubringen, sehr emotional im Ort diskutiert worden.

Fünf pädagogische Mitarbeiter und zwei Hauswirtschaftskräfte arbeiten in der Wohngruppe. „24 Stunden an 365 Tagen ist das Haus besetzt“, unterstreicht Gesamtleiter Almstedt.

Bei der Beschreibung des Alltags in der Wohngruppe macht Erziehungsleiter Ko-chanski deutlich, dass die Kinder und Jugendlichen auch viele Regeln zu befolgen haben.

So gibt es beispielsweise Ruhezeiten für Hausaufgaben und keinen eigenen Fernseher auf dem Zimmer. Die Jugendlichen besuchen die Schule und sind daran interessiert, sich in örtlichen Vereinen einzubringen.



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