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Parteiübergreifender Antrag zu Grabschmuck auf Friedhöfen

Neue Regelung soll Ärger vermeiden

COPPENBRÜGGE. Die Befürchtung, die Diskussion im Flecken Coppenbrügge über das Ablegen von Grabschmuck auf Rasengräbern könnte zu einer unendlichen Geschichte werden – wie die Dewezet vor einigen Monaten berichtete –, ist vom Tisch. Mit der Änderung der Friedhofssatzung wurde nun eine einheitliche Regelung getroffen, die für sämtliche Friedhöfe des Fleckens gilt. Nämlich: Das Ablegen und Abstellen von Grabschmuck wird in der „mähfreien“ Zeit gestattet, und zwar vom 1. November bis Ende März. Spätestens Ende März müssen die Angehörigen den Schmuck unaufgefordert abräumen.

veröffentlicht am 17.10.2017 um 18:13 Uhr

Zustimmung gibt es in der Politik für den Vorschlag, das Ablegen und Abstellen von Grabschmuck in der „mähfreien“ Zeit zu gestatten, und zwar vom 1. November bis Ende März. Foto: dana
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Zum Hintergrund: Die einzelnen Rasengräber können, müssen aber nicht, mit einer Grabplatte belegt werden, die bündig in die Rasenfläche eingelassen wird. Wegen der notwendigen Rasenpflege war es nach der Friedhofssatzung nicht gestattet, Grabschmuck auf der Platte oder auf der Rasenfläche abzulegen. Manche Angehörigen hielten sich jedoch nicht an diese Regelung und platzierten den Schmuck trotzdem auf die nicht erwünschten Stellen. Für die Mitarbeiter der Gemeinde, von denen die Rasenfläche gemäht wird, war das eine zusätzliche Arbeitsbelastung, mussten sie den Schmuck doch vor dem Mähen wegräumen. Wurde er anschließend nicht mehr auf die richtige Stelle zurückgestellt oder sogar entsorgt, gab es Ärger mit den Angehörigen.

Mit dem Thema hatten sich die politischen Gremien in den vergangenen Monaten immer wieder befasst und in den Fraktionen darüber diskutiert. Einem gemeinsamen Antrag der CDU/FDP-Gruppe, SPD/ Grüne/UWG-FC wurde nun in der Sitzung des Finanz- und Wirtschaftsausschusses unter Vorsitz von Lars Wiemann einstimmig stattgegeben. Die Fraktionen hatten beantragt, die Friedhofssatzung dahingehend zu ändern, in der Mähpause das Ablegen und Abstellen von Grabschmuck zu gestatten. Im Einvernehmen der Ausschussmitglieder wurde der Antrag nun einstimmig befürwortet.

„Ich freue mich über den parteiübergreifenden Antrag und die einmütige Zustimmung“, sagte Wiemann. Damit werde Bürgernähe dokumentiert. „Wir sind dankbar für den Antrag“, betonte denn auch Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka. Die endgültige Entscheidung obliegt dem Verwaltungsausschuss, der am heutigen Mittwoch tagt. Eine Ablehnung sei jedoch nicht zu erwarten, hieß es im Ausschuss.

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