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Neue Verordnung regelt, was am Ithkopf untersagt ist

Naturschutz wird angepasst

LAUENSTEIN. Der „Naturwald Saubrink/Oberberg“ ist ein beliebtes Ziel für Wanderer. Gelegen am nördlichen Ende des Iths, wird das Gebiet als „Ithkopf“ bezeichnet. 1986 wurde die 240 große Fläche durch eine Verordnung ausgewiesen als Naturschutzgebiet. Seitdem hat sich das Waldgebiet ungestört entwickeln können und beherbergt seltene Pflanzen und Tiere. Der Landkreis will daher die Verordnung erneuern.

veröffentlicht am 20.02.2018 um 17:11 Uhr

Das Naturschutzgebiet „Naturwald Saubrink/Oberberg“. Foto: NLWKN
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Die vereinzelt freistehenden Felsformationen, wie „Adam und Eva“ sowie der „Mönchstein“, sind Naturdenkmäler. Da der Waldbestand in dem Naturschutzgebiet seit Jahrzehnten nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt wird, haben sich naturnahe, großflächige Buchenwälder, Kalktrockenhang und Ahorn-Eschen-Schluchtwälder sowie Moos und Flechten ausgebildet. Auch hat sich im Laufe der Jahre Totholz angesammelt. Viele seltene Tier- und Pflanzenarten fühlen sich dort wohl. Im Frühling setzt sich die Natur ein weiteres i-Tüpfelchen auf und lässt ein Blütenmeer aus Lerchensporn, Buschwindröschen und sogar Orchideen entstehen.

Um den naturnahen Lebensraum zu erhalten, werden regelmäßig neue Richtlinien geschaffen, die sich an die jeweils geltende FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie) anpassen. Die letzte Anpassung war 2013 erfolgt. Eine neue Anpassung an die neuen Rechtsvorgaben soll demnächst erfolgen. Um sie nachvollziehbar zu gestalten, hat die Kreisverwaltung beschlossen, eine komplette Neufassung der Verordnung vorzunehmen. „Das ist lediglich eine Anpassung. Es ändert sich nichts“, erläuterte Lauensteins Ortsbürgermeister Erich Weber in der jüngsten Sitzung des Ortsrats. Soll heißen: Verbote und Gebote bleiben in der jetzigen Form bestehen. Nach wie vor darf das Naturschutzgebiet nur auf ausgewiesenen Wegen betreten werden, Hunde müssen angeleint werden. Verboten ist alles, was das Naturschutzgebiet oder einzelne Bestandteile zerstört, beschädigt oder verändert. Einstimmig sprach sich das Gremium für die Neufassung der Verordnung aus. Das sei eine stimmige Maßnahme, so die Ortsratsmitglieder. sto



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