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Einfach zum Gruseln: Spukgeschichten im Garten vorgelesen

Nachts geht der Wehrwolf um

BISPERODE. Werwölfe, ein Mann ohne Kopf und ein bewaffneter Nachtwächter - zum Teil gruselige Erzählungen hatten die Organisatoren für die Leseveranstaltung „Landleben gestern und heute – Dorfgeschichten vom Acker gelesen“ ausgewählt.

veröffentlicht am 07.06.2017 um 17:05 Uhr

Gespannt lauschten die Besucher den Lesungen. Foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Nachts in der „Spoikerstunde“ zwischen 11 und 12 Uhr geht der Werwolf um im Dorf. Die Leute erzählen, es handele sich um einen üblen Mann, der mit dem Teufel im Bunde stehen soll und sich in einen Wolf verwandelt könne. Dem Spuk noch nicht genug: In der Nähe des Kirchhofes soll ein Mann ohne Kopf herumirren. Kein Wunder, dass der Nachtwächter niemals ohne eine gut funktionierende Waffe seine Runden dreht durch das nächtliche Bisperode. Aber niemand muss sich fürchten und einen Bogen um das schöne Dorf machen, denn bestätigt haben sich die „Spoikgeschichten“ bislang zum Glück nicht. In früheren Zeiten waren sie dem Aberglauben der Menschen entsprungen. Noch mehr zum Gruseln und viele andere Geschichten wurden am Mittwochabend bei der Leseveranstaltung „Landleben gestern und heute – Dorfgeschichten vom Acker gelesen“ vorgetragen.

Auf einen Acker brauchten sich die rund 70 Zuhörer jedoch nicht zu begeben. Gelesen wurde in dem idyllischen Garten der Familie Stukenbrock – unter Bäumen und an einem plätschernden Goldfischteich. Immer auf der Suche nach ausgefallenen oder besonders schönen Orten für eine Lesung war Gudrun Kreibaum auf den Garten aufmerksam geworden. Unterstützt von Marlies Stukenbrock, Susanne Müller und weiteren Landfrauen aus Bisperode sowie mit Hilfe des Vereins „Historische Landtechnik Bisperode“ hat die Initiatorin eine herrliche Veranstaltung auf die Beine gestellt, die den Gästen vermutlich noch lange in bester Erinnerung bleiben wird.

Allerlei Spuk und Aberglaube, Wissenswertes über die Entstehung des Ortes, kleine Beiträge aus bekannten Romanen wie beispielsweise „Unterleuten“ von Juli Zeh oder „Das wilde Kind von Hameln“ von Bettina Szrama gehörten ebenso zum Repertoire wie die Beschreibungen eines Arbeitstages auf dem Bauernhof um 1800.

Gelesen haben Christa Beckmann, Ingrid Eggert, Sigrid Lewecke, Susanne Müller, Marlies Stukenbrock, Britta Wytrykusch, Käthe und Katharina Plöger, Maj-Grit Grimme sowie Zahnarzt Dr. Volker Spiegel.

Mit ihrer nächsten Veranstaltung im Juli möchte Gudrun Kreibaum die Gäste mitnehmen auf eine „Fahrt“ mit dem Glacier Express durch die schöne Schweiz. Das genaue Datum und der Veranstaltungsort werden noch bekanntgegeben.

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