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Nachmittagsbetreuung startet Montag in der Grundschule am Ith / Bisperode beginnt nach den Ferien

Nach Schulschluss ist noch lange nicht Schluss

Coppenbrügge/Bisperode (sto/hen). Bei einer im vergangenen Jahr von der Gemeinde durchgeführten Umfrage in den Grundschulen Coppenbrügge und Bisperode hatte sich ein deutlicher Bedarf an nachschulischer Betreuung abgezeichnet. Nach Befürwortung des Schulausschusses soll der Wunsch der Eltern nun in beiden Schulen, jedoch mit unterschiedlichen Modellen, in die Tat umgesetzt werden. In der Grundschule am Ith wird mit der nachschulischen Betreuung bereits am Montag, 14. September, gestartet. Die Grundschule Bisperode nimmt den Betrieb nach den Herbstferien auf. In beiden Schulen sind noch Anmeldungen möglich.

veröffentlicht am 11.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 22:41 Uhr

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Forderung nach Ganztagsschule

In der Grundschule am Ith findet die nachschulische Betreuung für Grundschulkinder an allen fünf Schultagen in der Zeit von 12.30 bis 15.30 Uhr statt. Das tägliche Angebot umfasst ein gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Spiel, Spaß und Sport. Eine regelmäßige Teilnahme der angemeldeten Kinder auch am gemeinsamen Mittagessen ist erwünscht. Die Kosten betragen monatlich durchgängig für das Schuljahr 75 Euro, zuzüglich drei Euro Essensgeld.

Im Rat des Fleckens Coppenbrügge entzündete sich an diesem Kostenbeitrag eine Debatte: Einem Antrag von Klaus-Dieter Dohme (UWG), die Betreuung gebührenfrei anzubieten, konnten die Politiker nicht folgen – mit dem Hinweis, es handele sich um eine freiwillige Leistung. Und angesichts der Haushaltsmisere sei der Flecken gehalten, freiwillige Aufgaben eher einzudämmen als ausgerechnet auszubauen. Einen Vorschlag für eine Gegenfinanzierung für seinen Antrag konnte Dohme auch nicht liefern. Barbara Fahncke (SPD) wies daraufhin, dass „so kurzfristig wie möglich“ wie in Salzhemmendorf auch Coppenbrügge das Angebot einer offenen Ganztagsschule realisieren müsse, um eben auf diesem Weg eine kostenlose Betreuung anbieten zu können. Als Mitarbeiterin des Jugendamtes wisse sie, dass das Thema eine „gesellschaftliche Herausforderung“ sei, „da kommt noch einiges auf uns zu“. Rudolf Stenzel (SPD) betonte allerdings, das von den Schulen erarbeitete Konzept sei sinnvoll und pädagogisch herausragend und besser als das, was teilweise unter der Überschrift Ganztagsschule angeboten würde, „denn das ist oft nur eine Aufbewahrung der Kinder“.

Die für 20 Kinder vorgesehene Gruppe in der Schule am Ith wird geleitet von einer staatlich anerkannten Erzieherin, die bisher die verlässliche Grundschule betreut hat, sowie durch eine Zweitkraft. In Krankheitsfällen steht eine Ersatzkraft zur Verfügung. Das Mittagessen, auch für die Kinder der nachschulischen Betreuung in Bisperode, wird kindgerecht zubereitet vom Krankenhaus Lindenbrunn. Träger der Einrichtung an der Grundschule am Ith ist der Flecken Coppenbrügge.

An der Grundschule Bisperode übernimmt die Kirchengemeinde „Peter und Paul“ die Trägerschaft. „Durch die räumliche Nähe vom Kindergarten zur Schule bietet sich eine Zusammenarbeit an, auch verfügt der Kindergarten über erforderliches Fachpersonal“, erläuterte Andrea Wegener von der Gemeindeverwaltung im Schulausschuss. Eine in Teilzeit beschäftigte Erzieherin habe sich bereit erklärt, die Gruppenleitung zu übernehmen. Sie werde unterstützt durch eine Zweitkraft, die tätig sei im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung. Als Ersatzkraft in Krankheitsfällen stehen Erzieherinnen aus dem Kindergarten zur Verfügung.

Im Gegensatz zur Grundschule am Ith sollen die Betreuungszeiten in Bisperode flexibel gestaltet werden, und zwar von 12.30 bis 14 Uhr oder von 12.30 bis 15.30 Uhr. „Das richtet sich nach dem Bedarf der Eltern“, macht Andreas Voß vom Kirchenvorstand aufmerksam.

Die Betreuung wird zunächst angeboten von Montag bis Donnerstag. Bei Nachfrage sei eine Erweiterung auf Freitag denkbar. Die Kosten betragen, je nach Inanspruchnahme der Betreuung, 37,50 Euro bis 75 Euro. Die Gruppe wird wie in Coppenbrügge für maximal 20 Kinder eingerichtet. Beide Modelle sollen nun für ein Jahr ausprobiert werden.

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