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Kulturverein Colorith gerettet

Nach fünfjährigem Schlaf zu neuem Leben erweckt

Coppenbrügge (sto). Er ist erwacht aus seinem Dornröschenschlaf, der Kulturverein Colorith. 100 Jahre geschlafen wie Dornröschen und ihr Hofstaat hat er aber nicht, sondern fünf. Für all die Leute, die sich vor Ort ein umfangreiches Kulturangebot gewünscht haben und wünschen, hat sich die „Vakanz“ trotzdem ganz schön lange hingezogen. „Aber jetzt geht’s endlich wieder los“, sagt Ute Fehn. Beinahe wäre der Traum von der Wiederbelebung wie eine Seifenblase geplatzt, wäre da nicht wie in Grimms Märchen ein „Prinz“ gekommen, der dem Schlaf ein Ende setzt. Sozusagen in letzter Sekunde als Retter in der Not, denn Ende des Jahres wollte der noch amtierende Vorstand den Verein auflösen. Da signalisierte Jörg Rasch aus Coppenbrügge seine Bereitschaft, Colorith wiederzubeleben. Rein zufällig habe er von der geplanten Auflösung gehört. „Sofort stand für mich fest, den Verein zu übernehmen, vorausgesetzt, es finden sich Leute, die bereit sind, im Vorstand mitzuarbeiten“, so der 45-Jährige. Nach einer Umfrage im Bekanntenkreis ist die Crew nun komplett. Sie wird am morgigen Freitag um 19 Uhr im Pavillon des Felsenkellers zur Wahl antreten. Den Vorsitz, das steht bereits fest, soll Jörg Rasch übernehmen. „Gäste sind zur Versammlung willkommen“, so Ute Fehn, die noch amtierende Vorsitzende. Die meisten der bisherigen Mitglieder seien geneigt, dem Verein auch weiterhin treu zu bleiben.

veröffentlicht am 17.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:41 Uhr

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Jörg Rasch und seine Frau Karin waren bis vor kurzem der Meinung, Colorith sei schon längst aufgelöst. „Dass er nur ruht, war uns nicht bekannt“, erinnert sich der Hausherr von Woodstore, dem Coppenbrügger Kulturtreff in der Gartenstraße. Um das kulturelle Leben im Ort zu beleben, hatten beide vor, einen Kulturverein zu gründen. Dieses Vorhaben soll nun mit Colorith in die Tat umgesetzt werden. „Aber Woodstore und Colorith werden zwei Schienen, zwei völlig voneinander unabhängige Dinge sein“, betont Jörg Rasch. Zugute komme ihm aber bei seiner künftigen Arbeit, dass er sich mittlerweile mit der Organisation kultureller Veranstaltungen auskenne. Ihm liege die Kultur sehr am Herzen. Deshalb möchte er Colorith wiederbeleben. „Mein Ziel ist es, Kultur in einer großen Bandbreite für Alt und Jung nach Coppenbrügge zu bringen“, so Jörg Rasch, dessen Vater einst Kirchenmusiker der evangelischen Kirchengemeinde St. Nicolai gewesen war. Seine künftige Arbeit soll kein Alleingang sein, sondern ein transparentes und harmonisches Miteinander aller Vereinsmitglieder. Auch soll es keine Konkurrenz zu bestehenden Kulturangeboten geben. „Die kulturelle Arbeit von Colorith soll eine Ergänzung sein“, appelliert Rasch. Alles, was Kultur hergebe, möchte er nach Coppenbrügge holen, wo es an kulturellen Veranstaltungen mangele. Colorith war 1997 von Ute Fehn und weiteren Coppenbrüggern gegründet worden. „Gestartet sind wir mit einer Kulturwoche“, erinnert sich die Vorsitzende. Eine Zeitlang habe der Verein fast jeden Monat „etwas auf die Beine gestellt“. Ob Konzerte, Lesungen, Kunstausstellungen oder Kino im Felsenkeller mit der „Rocky-Horror-Picture-Show“ – die Bandbreite sei immens gewesen. Aus beruflichen oder privaten Gründen seien die Vorstandsmitglieder jedoch nach und nach immer weniger belastbar geworden, so dass immer weniger Veranstaltungen organisiert werden konnten. „Mit einer Ausstellung im Herbst 2005 hat ColorIth dann seine Arbeit vorläufig eingestellt“, sagt Ute Fehn.

Ute Fehn, Jörg und Karin Rasch (v.li.) haben große Pläne: Sie wollen den Kulturverein Colorith wiederbeleben.

Foto: sto



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