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Bernd Kintscher im Krimi-Klassiker auf der Osterwaldbühne

Nach Feierabend schlüpft er in die Rolle des Pater Brown

Osterwald (sto). Wieder mal wird Pater Brown vom Bischof strafversetzt. Diesmal an einen Ort, der seine Haushälterin aufatmen lässt, denn er befindet sich fernab der großen Stadt. Ein beschauliches Fleckchen Erde auf einer einsam gelegenen Insel. Wie schön! Harriet Miller freut sich auf eine Zeit ohne kriminalistische Verlockungen, denn die haben dem detektivischen Gespür des Geistlichen bislang nur Schelte von oberster Stelle eingebracht. Endlich wird er keine Gelegenheit mehr haben, seinen Hang zur Unterwelt erneut auszuprobieren. Nun kann er sich in aller Ruhe der Pflege seiner Rosen widmen.

veröffentlicht am 29.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:41 Uhr

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Aber die müssen warten, denn Pater Brown kann’s nicht lassen. Seine Spürnase lässt ihm keine Ruhe. Er muss „kriminalisieren“. Seltsame Ereignisse im gerade bezogenen alten Pfarrhaus erfordern seine ganze Aufmerksamkeit. Als dann sogar ein Mord geschieht, läuft der Hobbydetektiv zur Hochform auf.

Wer den berühmten Geistlichen auf seiner humoristischen Verbrecherjagd begleiten möchte, kann sich in diesem Sommer auf der Osterwaldbühne eine der insgesamt 15 Vorstellungen des Abendstücks „Ein Fall für Pater Brown“ anschauen. Premiere ist am Freitag, 29. Juni, 20 Uhr. Letztmalig wird das Stück aufgeführt am 31. August.

Die Kriminalkomödie in sechs Bildern von Florian Battermann und Jan Bodinus frei nach den „Father Brown Stories“ von Gilbert K. Chesterton enthält jede Menge spitzbübischen Wortwitz. „Hübsch-hässlich“ wie der Pater sagt. Sie ist ein Mix aus mehreren Pater-Brown-Geschichten und erinnert an Verfilmungen mit Heinz Rühmann. „Wir versuchen aber nicht, den Rühmann oder andere Darsteller zu kopieren, sondern geben allen einen eigenen Charakter“, betont Claudia Höflich, die gemeinsam mit Frauke Höflich und Marc Telgheder die Spielleitung übernommen hat.

In der Rolle des Paters wechseln sich Bernd Kintscher und Christan Wirries ab. Obwohl beides „alte Hasen“ der Osterwaldbühne sind, stehen sie diesmal vor einer besonderen Herausforderung. „Unser Text ist enorm lang“, sagt Bernd Kintscher. Jede freie Minute nutzt der Mitarbeiter der Firma Wini-Büromöbel deshalb zum Auswendiglernen. Immer wieder hört er sich den Text an. Sogar bei Autofahrten. Fernsehabende mit Pater-Brown-Filmen gehören ebenfalls zum „Studium“. „Da kann ich das typisch Brownsche Händefalten abgucken“, sagt Kintscher. Auch der Blick, der kein Wässerchen trüben kann, will gelernt sein. Das geschieht zu Hause vor dem Spiegel und bei den seit Januar laufenden Proben. Derzeit finden sie noch im Spielerheim statt, werden demnächst aber nach draußen auf die Freilichtbühne verlegt. „Egal, wo wir proben. Spaß haben wir überall“, betont Kintscher.

Karten können vorbestellt werden unter Tel. 05153/ 96069 oder per E-Mail unter info@osterwaldbuehne.de. Nähere Info unter www.osterwaldbuehne.de.

Halb ohnmächtig vor Angst liegt Harriet Miller (Simone Schimkus) auf dem Sofa. Beinah wäre sie Opfer eines Verbrechens geworden. Pater Brown (Bernd Kintscher) und Sophie Gladwell (Jennifer Kasten) versuchen, sie zu beruhigen.Foto: sto



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