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Lönsturm aufwendig saniert / Am Wochenende wurde er eingeweiht

Nach der Arbeit das Vergnügen

Salzhemmendorf. „Gerade die letzte Biegung hoch zum Lönsturm hat uns das Genick gebrochen“, erinnert Bauingenieur Ralf Habenicht rückblickend an die Schwierigkeiten zum Start der Sanierung des Turms. Als Anfang des Jahres wochenlang gutes Wetter herrschte, hatten sich der Heimatverein Salzhemmendorf und die beauftragte Baufirma darauf geeinigt, mit den Arbeiten zu beginnen. Doch einen Tag vor dem Start hatte es stark geregnet – die schweren Fahrzeuge schafften es nicht, den Thüster Berg zu erklimmen und Material zum Turm zu schaffen. „Alleine das Silo wog rund zehn Tonnen und dazu kam dann noch das Gewicht des Lkw“, so Habenicht. Ohne die Firma Rheinkalk, die mit Fahrzeugen aushalf, und ohne Ernst-August Mietke wäre es nicht möglich gewesen, das Material zum Lönsturm zu schaffen. Unzählige Male sei die Seilwinde von Mietke am Berg zum Einsatz gekommen, wodurch die umfangreichen Arbeiten überhaupt erst ermöglicht worden seien.

veröffentlicht am 29.09.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:21 Uhr

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Autor:

Christian Göke
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So schnauften auch viele der rund 200 Besucher bei der offiziellen Wiedereinweihungsfeier, nachdem sie die letzten steilen Meter zum Gipfel erklommen hatten. Doch oben angekommen, wurde ihr körperlicher Kraftakt belohnt. Denn auf dem mit 441 Meter höchsten Punkt des Kansteins im Thüster Berg thront der rund 30 Meter hohe Lönsturm nun in voller Pracht und bietet seinen Besuchern einen einmaligen Ausblick über das komplette Saaletal und bei bestem Wetter sogar bis zum Brocken.

Viele der Besucher waren seit Jahren nicht mehr am Lönsturm und erklommen nun auch noch die Treppen bis zur Turmspitze, wo sie die an diesem Tage gute Fernsicht genossen. Viele Bewohner aus der Region konnten aufgrund ihres Alters den Lönsturm in den vergangenen Jahren nicht besuchen und nutzten nun den angebotenen Shuttleservice zur Einweihung. Aber auch viele Wandergruppen aus der ganzen Region machten sich im Rahmen einer Sternwanderung auf den Weg. Oben angekommen, konnten sie sich dank des örtlichen Heimat- und Verkehrsvereins mit Getränken und Erbsensuppe aus der Gulaschkanone stärken.

Vereinsvorsitzender Torsten Ziegenmeyer zog ein überaus positives Fazit. Mehr als drei Jahre seien seit den ersten Überlegungen zur Sanierung bis hin zur Umsetzung ins Land gegangen. Die Arbeit hat sich nach Meinung von Ziegenmeyer jedoch gelohnt.

Im Jahr 2011 sollte eigentlich nur die Verkehrssicherheit des Turms standardmäßig überprüft werden. Dem Vereinsvorstand als Besitzer des Turms war allerdings auch klar, dass in absehbarer Zeit wohl eine Sanierung anstünde. Doch der Sachverständige drängte nach der Begutachtung auf eine zügige Umsetzung, um den Turm sicher weiterbetreiben zu können. Mitte 2012 wurden schließlich die Anträge gestellt, mit denen die auf rund 110 000 Euro kalkulierte Sanierung gefördert werden sollte. Durch weitere Maßnahmen wie dem Austausch von Treppenstufen und der Gestaltung des Vorplatzes stieg der finanzielle Bedarf für die Sanierung auf 130 000 Euro.

Trotz vieler Skeptiker gelang es dem Vereinsvorstand, genügend Spenden, Sponsoren und Unterstützer zu organisieren, um das ambitionierte Projekt voranzutreiben. Bei der Einweihung fehlten nur noch 2000 Euro, um das Projekt abzuschließen. Ziegenmeyer hofft aber, die kleine Finanzierungslücke durch weitere Spenden schließen zu können, damit sich der Verein bald wieder anderen Projekten wie dem Druck von Wanderkarten widmen kann. Der Turm sei für die Bewohner der Region eine Herzensangelegenheit. Das habe die Sanierung gezeigt, betonte Ziegenmeyer. Und natürlich sei der Lönsturm auch ein wichtiges Element, ein Schmuckstück für den Tourismus in der Region.



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