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Detmolder Kammerorchester begeistert in der KGS Salzhemmendorf

Musik erlebbar gemacht

SALZHEMMENDORF. Ein Musik-Theater-Erlebnis für die ganze Familie präsentierte das Detmolder Kammerorchester gestern in der KGS Salzhemmendorf. Knapp 200 Zuhörer waren begeistert.

veröffentlicht am 18.02.2018 um 18:05 Uhr

Der Vogelfänger Laurin Siebert fing auch im Publikum Mitwirkende für das Konzert ein. Foto: gök
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Christian Göke Reporter
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.Den Anstoß für diesen musikalisch geprägten und außergewöhnlichen Sonntagnachmittag gab Bürgermeister Clemens Pommerening. Er genoss das Detmolder Kammerorchester schon einmal vor längerer Zeit und bewarb sich bei der Westfalen Weser Energie-Gruppe für eine Veranstaltung in Salzhemmendorf. Mit seinem Vorschlag stieß er bei der KGS Salzhemmendorf nicht auf taube Ohren, und Christina Müller unterstützte in ihrer Funktion als didaktische Leiterin das Ansinnen gerne. Ziel war es, besonders jungen Menschen auf dem Land klassische Musik erlebbar zu machen.

Dabei stand nicht nur die atemberaubend vorgetragene Musik der Detmolder Profimusikern im Vordergrund; denn die wurde von Dirigent Guido Mürmann in ein Musik-Theater-Erlebnis für die ganze Familie eingearbeitet. Myriam Anna Dewald als Sopranisten und Laurin Siebert als Barriton ergänzten sich dabei fließend mit dem Orchester.

Und Mürmann verstand es auch, dass knapp 200 Besucher zählende Publikum mit einzubinden. So holte er etwa aus dem Publikum Bernd Selzer auf die Bühne, der wie selbstverständlich das Orchester dann bei Brindisi von Verdi beim Finale dirigierte, wobei er schon zu Beginn dort ausgeholfen hatte. Der heimliche Star des kurzweiligen Programms war aber die junge Leila aus dem Publikum, die mit ihrer Unbekümmertheit für viele heitere Momente bei allen Anwesenden sorgte.

Vor allem die anwesenden Schüler bekamen bei dem rund anderthalb Stunden dauernden Programm einen tollen Einblick in die Bandbreite der Orchestermusik. Natürlich fehlten dabei nicht die Klassiker wie der Vogelfänger aus der Zauberflöte von Mozart oder der „Can Can“ aus Orpheus in der Unterwelt.

Dass ein Orchester aber auch modernere Stücke wie „Time Warp“ aus „The Rocky Horror Picture Show“ spielen kann, überraschte sicher nur die jüngeren Besucher.

Ein eigenes Schul-Orchester hält Tilman Wüstefeld als Fachbereichsleiter Musik in Salzhemmendorf in naher Zukunft für unrealistisch. Die Schule wäre darauf angewiesen, dass die Schüler privat ein Instrument lernen. Einen Schwerpunkt sieht Wüstefeld eher darin, den Schülern rhythmische Musik näherzubringen. Dazu wurden Schlaginstrumente angeschafft, die die Schüler auch ohne Notenkenntnisse spielen können. „Ich denke aber, dass die anwesenden Schüler heute von dieser tollen Musik berührt wurden und gemerkt haben, dass das eben keine Alte-Oma-Musik ist“, so Musikpädagoge Wüstefeld.



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