weather-image
28°
Umbau des Shops und Ausbau geplant / Mittel aus Städtebauprogramm auch für Familienzentrum

Museum in der Burg soll aufgewertet werden

Coppenbrügge (sto/hen). Das Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde St. Nicolai soll umgebaut werden in ein Familienzentrum, in dem generationsübergreifende Veranstaltungen und Hilfsangebote stattfinden. Ermöglicht wird die Maßnahme durch das Städtebauförderungsprogramm kleinerer Städte und Gemeinden, an dem sich der Flecken Coppenbrügge beteiligt. Auch eine Aufwertung des Museums in der Burg soll aus diesem Programm, das auf Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 2010 entstanden ist, ermöglicht werden.

veröffentlicht am 23.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:21 Uhr

270_008_5342412_lkcs107_2203.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Mit den Umbauarbeiten für das Familienzentrum wird sobald wie möglich begonnen. Unter anderem werden der Eingangsbereich, der Flur und die Teeküche umgestaltet und eine Verbindung zum Kindergarten geschaffen. Eingerichtet werden soll in dem Gebäude außerdem das Familienservicebüro. „Wir hoffen, dass das neue Familienzentrum noch mehr als das jetzige Gemeindehaus von den Bürgern angenommen wird und mehr denn je zu einem Ort der Begegnung für Alt und Jung wird“, betont Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka. Projektträger der Maßnahme ist der Flecken.

Die voraussichtlichen Bruttokosten der Umgestaltung von 50 000 Euro werden finanziert durch Fördermittel vom Bund und vom Land mit insgesamt 35 000 Euro. 15 000 Euro trägt der Flecken Coppenbrügge. Eine Ko-Finanzierung des Fleckenanteils durch Dritte mit einem Eigenanteil von maximal 5000 Euro, beispielsweise durch Vereine oder Stiftungen, ist möglich. „Die Eröffnung des Familienzentrums ist geplant für den 9. September“, sagt Pastor Thomas Koch.

Der Zeitrahmen für die Umgestaltungsmaßnahmen im Museum in der Burg hingegen ist gesteckt bis 2013, denn die dort vorgesehenen Maßnahmen sind erheblich umfangreicher. Auch hinsichtlich der Kosten, die auf 150 000 Euro veranschlagt sind. An der Finanzierung beteiligen sich Bund und Land mit insgesamt 100 000 Euro. Der Flecken Coppenbrügge trägt 50 000 Euro. Auch hier ist eine Ko-Finanzierung durch Dritte möglich.

Die Planungen für das Museum umfassen einen energetischen Ausbau des Dachbodens, um Platz zu schaffen für weitere Ausstellungsflächen, beispielsweise für die derzeit auf dem Burginnenhof eingerichtete Töpferwerkstatt. „Diese und eventuell auch die daran angrenzende Hofküche könnte dann in das Dachgeschoss verlegt werden, um im Burginnenhof den Einbau einer barrierefreien Toilette zu ermöglichen“, so Jutta Kleindiek, die stellvertretende Vorsitzende des Museumsvereins auf Anfrage. Bislang gibt es im Außenbereich keine Toilette.

Als weitere Umbaumaßnahme zur Aufwertung des Museums ist ein barrierefreier Zugang zum Burginnenhof geplant. Das heißt, die „Holperstrecke“ durch den Tunnel bis hin zum Treppenaufgang des Museums soll begehbarer gemacht werden. „Darüber hinaus ist vorgesehen, die touristischen Angebote der Region im Burginnenhof durch Tafeln zu präsentierten“, so Peschka.

Beide Maßnahmen aus dem Städtebauförderprogramm, Familienzentrum und Museumspläne, wurden in den Sitzungen des Ausschusses für Kultur, Soziales und Tourismus sowie des Gemeinderates vorgestellt – und dort allgemein befürwortet. Parallel zu den Maßnahmen im Rahmen des Städtebauförderprogramms versucht die Verwaltung, weitere Fördermittel beim Land Niedersachsen aus dem Programm Investitionsförderung 2012/13 für kleine Museen zu erhalten. Ein Gespräch mit Prof. Dr. Johanna Wanka, der zuständigen Ministerin, hat stattgefunden – „wir sind optimistisch wieder nach Hause gefahren“, sagt Peschka im Rat. Die Ministerin habe sich interessiert gezeigt und wolle nun Coppenbrügge einen Besuch abstatten. Sollte tatsächlich eine Zusage erfolgen, möchte der Museumsverein von dem Geld den Museumsshop umgestalten. Im Rat hob CDU-Fraktionschef Thorsten Kellner hervor, dass dank der Mittel aus dem Städtebauförderungsprogramm die Gemeinde mit sehr geringen Eigenmitteln eine viel höhere Wertschöpfung erreichen könne. Ute Fehn und Barbara Fahncke (beide SPD) gaben noch zu bedenken, dass auch der Burginnenhof und der Zugang zum Museum bislang nicht rollstuhlgerecht sind.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare