weather-image
15°
Fotoschau „Relikte“ zeigt 30 Industriedenkmäler

Monumente der Geschichte

OSTERWALD. In der Ausstellung „Relikte“ im Museum des Besucherbergwerkes gibt es Antworten zu 30 Relikten. 30 Schwarz-Weiß-Fotos zeigen Objekte, die im Dreieck Hannover-Hameln-Hildesheim zu finden sind: noch genutzte Industrieanlagen, Verkehrsbauten und Ruinen. Zu sehen sind Relikte einer wirkungsmächtigen Ära.

veröffentlicht am 21.09.2017 um 12:38 Uhr
aktualisiert am 21.09.2017 um 18:20 Uhr

Martin Stöber, Dr. Olaf Grohmann, Hans-Dieter Kreft und Hartmut Möller (von links) fachsimpeln über die Relikte. Foto: sto
Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

OSTERWALD. Ein Relikt ist ein Überbleibsel aus einer zurückliegenden Zeit oder kommt nur als Restbestand auf einem begrenzenden Raum vor. So definiert der Duden den Begriff „Relikt“. Relikte, aus der richtigen Perspektive betrachtet und mit der Kamera festgehalten, eignen sich aber auch als Kunstobjekte. Verfallene oder im Abriss befindliche Bauwerke, die in Natura alles andere als eine Augenweide sind, werden zu Hinguckern und regen zum Hinterfragen an. Beispielsweise: „Was war das für ein Gebäude? Was wurde dort produziert?“

In der Ausstellung „Relikte“ im Museum des Besucherbergwerkes gibt es Antworten zu 30 Relikten. 30 Schwarz-Weiß-Fotos zeigen Objekte, die im Dreieck Hannover-Hameln-Hildesheim zu finden sind: noch genutzte Industrieanlagen, Verkehrsbauten und Ruinen. Zu sehen sind Relikte einer historisch zwar kurzen, aber dennoch wirkungsmächtigen Ära.

Die Ausstellung wird präsentiert von dem Netzwerk „Industriekultur im mittleren Niedersachsen“. „Mit der Ausstellung möchten wir auf die industrielle Vergangenheit unserer Region aufmerksam machen“, erläuterte Dr. Olaf Grohmann bei der Ausstellungseröffnung.

Der Historiker aus Wennigsen und wissenschaftliche Berater im Verein zur Förderung des Bergmannswesens Osterwald, zeigt in der Ausstellung beispielsweise Fotografien von Überresten des keramischen Werkes (Otavi) Osterwald sowie einen Wasserkran am stillgelegten Bahnhof in Salzhemmendorf.

Zu sehen sind außerdem Fotografien von Martin Stöber, Historiker aus Hannover, und Hartmut Möller, Architekturjournalist aus Hannover. Stöber hat beispielsweise die verfallende Eisenbahnbrücke in Hameln und Kräne am Kanalhafen Hildesheim fotografiert. Möller hat mit seiner Kamera unter anderem den Wasserturm auf dem ehemaligen Werksgelände der Firma Eilers in Hannover-Ledeburg und das Kesselhaus der früheren Bettfedernfabrik Werner & Ehlers in Hannover-Linden festgehalten. Die 30 Fotografien sind nicht beschriftet. Auskunft über die einzelnen Objekte gibt eine Broschüre, die in der Ausstellung kostenlos erhältlich ist.

Die vom Landschaftsverband Hameln-Pyrmont finanziell geförderte Ausstellung ist zu sehen bis zum 29. Oktober. Anschließend soll sie auf Wanderschaft gehen. „Dafür suchen wir noch Orte, an denen wir ausstellen können“, so Stöber. Interessierte Institutionen können eine E-Mail schreiben an die Adresse info@industriekultur-niedersachsen.de.

Öffnungszeiten: Das Museum des Besucherbergwerks hat geöffnet sonntags während der Stollenführungen von 13.15 Uhr bis 14.30 sowie mittwochs von 15 bis 18 Uhr. „Und nach telefonischer Vereinbarung“, macht Hans-Dieter Kreft, der Vorsitzende des Bergmannsvereins, aufmerksam. Telefonnummer: 05153/964846.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare