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Viele Helfer machen es möglich: In diesem Jahr müssen die Coppenbrügger nicht auf ihren Weihnachtsmarkt verzichten

Mit vereinten Kräften wird’s im Burghof festlich

Coppenbrügge (ist). Der Mut, es noch einmal mit dem Weihnachtsmarkt im Burghof zu versuchen, wurde belohnt – über diesen „Volltreffer“, freut sich am Sonntagabend Gernot Hüsam. Der Lokalhistoriker und langjährige Museumsleiter kann sich noch gut erinnern: Nach den Weihnachtsmarktzeiten rund um die Kirche habe man sich vor etwa zehn Jahren schon einmal mit Bratwurst und Glühwein in den Burghof gewagt, sei aber im Sturzregen furchtbar baden gegangen, worauf man in den Jahren danach in Nagels Scheune auf Nummer trocken gehen wollte. Nach Unstimmigkeiten im Vorjahr gab es 2009 lange Gesichter zur Vorweihnachtszeit, denn da fehlte das Angebot eines heimeligen Treffpunktes am Glühweinstand gänzlich.

veröffentlicht am 28.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 21:41 Uhr

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Dass es jetzt wieder geklappt hat, ist vor allem vielen Helfern im Hintergrund zu verdanken, denn dieser Markt basiert nahezu ausschließlich auf Vereinsengagement. Vor der Schmiede im Burghof wuchtet Susanne Conrad-Meyer den nächsten Zehn-Liter-Beutel „Apfel mit Quitte“ in den Punschtopf auf dem Feuer. „Alles aus eigenem Anbau vom Hof in Herkensen“, sagt sie. Und der Apfelpunsch geht gut – wie alles, was heiß ist, an diesen beiden Tagen –; gut für die Kasse des Bäderfördervereins. „Du kannst schon mal Zwiebeln schneiden“, heißt es daneben. Sabrina Zehlius, Jasmin Makowski und Silke Quast haben die Pilzpfanne der Rosenaue im Auge. Die Heimbewohner werden später in den Burginnenhof kommen. Alt und jung sollen gemeinsam feiern.

Mit überzeugtem „kein Weihnachten ohne Pizza, Pasta und Amore“ schleppen Tim Seidel, Andreas Kratschke und Alessandro Stimuli alles, was in die gefüllte Pizza gehört, in ihre Mauerecke. In der Hütte gegenüber geht der durchaus großzügig bemessene Plätzchenvorrat der Brünnighäuser Dorfgemeinschaft bereits am ersten Abend langsam zur Neige. Obwohl man sich viel Zeit genommen und am Wochenende zuvor morgens um sechs mit mehligen Händen am Backofen gestanden hatte. Der Frauenkreis aus Bäntorf dagegen hat zum Motto „Bäntorfer Sterne“ noch jede Menge dekorativen Nachschub hinter der Decke unter den Tischen im Museum, dafür aber wunde Finger. „Wir sind seit dem Sommer jeden Abend mit Falten, Knicken und Zusammenstecken beschäftigt.“ Die Blasen an den Händen von Erika Gehring und Dymphna Dreyer sind schmerzlicher Beweis. Lea (11) kauft zwei Bäntorfer Kerzensterne mit Vanilleduft – Balsam auf die Blasen! „Die schenke ich Mama“, sagt sie, „da habe ich gleich für Nikolaus und Weihnachten was.“ Freundin Emma (10) hat sich gerade mit Hilfe von Heinrich Hartwig aus Voldagsen am Webstuhl im Museum versucht. „Ein derart familiärer Weihnachtsmarkt, wo selbst die Laternen Mützen aufhaben, mit ganz viel Wärme für Auge, Ohr, Seele und eben nicht nur für die Kasse“, sagt Bildhauer und Keramiker Jan Ehlers aus Hajen mit jahrelanger einschlägiger Erfahrung, „das ist in der Tat etwas Besonderes – das ist Weihnachten.“

Lilli und Mila beim Brat- apfelschmaus. Foto: ist

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