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Schluss mit dem Rückstau der Fluten: Zusätzlicher Regenwasserkanal entlastet Abflusssystem

Mit tonnenschweren Rohren gegen Hochwasser

Herkensen (ist). Sie haben einen Durchmesser von 80 Zentimetern, sind zwei Meter lang, wiegen eine knappe Tonne und brauchen entsprechend starkes Arbeitsgerät, um unter die Erde gebracht zu werden: 28 Betonglockenmuffenrohre (runder Querschnitt mit abgeflachter Sohle zur Stabilisierung) verlegt die Firma Wessel seit Beginn der Woche auf einer Länge von 56 Metern im nördlichen Herkensen – auf privatem Grund und Boden, den Grundstücken Dubberke und Weibke, zum allgemeinen Hochwasserschutz des gesamten Dorfes.

veröffentlicht am 17.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 16:41 Uhr

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In 1,50 Meter Tiefe wird ein zusätzlicher Regenwasserkanal gelegt, der das Abflusssystem in diesem Bereich durch seine Linienführung entlasten wird. Wo es bislang bei zwei in einem Punkt aufeinandertreffenden, unterirdisch verrohrten Gräben im Fall von Extremniederschlägen durch Überlastung zum Rückstau der Fluten und in der Folge zeitweise kniehohen Überschwemmungen auf der Straße bis in die Häuser kam, zweigt zukünftig der neue Kanalverlauf in einer Querverbindung einen Großteil des Wassers Richtung Grünland jenseits der Wohngebiete ab.

„Damit setzen wir den dritten Abschnitt der Maßnahmen zum Hochwasserschutz im Unterdorf in die Tat um“, sagen Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka, Bürgermeister Helmut Kuppig und Bauamtsleiter Jürgen Krückeberg an der Baustelle. Nach bereits erfolgter Abflachung des Bordsteins und Querschnittsvergrößerung des Schachtes auf dem vorhandenen Kanal im Bereich der Einmündung des Hohen Feldes auf die Herkenser Straße, dem tiefsten Punkt des Ortes, werden die Anwohner in diesem Bereich nach Abschluss der Arbeiten auch Starkregen höherer Kategorie und Hochwasser zumindest weitgehend trockenen Fußes erleben können. Eine hundertprozentige Garantie, so die Auskunft der Planer, könne allerdings auch dann nicht gegeben werden.

20 000 Euro inklusive Planungskosten sind damit vorerst aus der Gemeindekasse in den Herkenser Hochwasserschutz investiert worden. Als vierte Maßnahme ist die Anlage einer kaskadenförmigen Oberflächenwasserrückhaltung am südlichen Ortsrand beim Hohen Feld geplant, wodurch das Wasser zeitversetzt Richtung Dorf abfließen und Extremsituationen entschärfen werde, so Krückeberg.

Die Betonrohre werden angeliefert – seit Anfang der Woche ist die Firma Wessel mit den Arbeiten beschäftigt.

Foto: ist



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